Auf den Versuch kommt's an

Zum Thema Straßen- und Verkehrsberuhigungsprojekte in Zemmer (TV vom 17. März):

Wir sind mit unserem Betrieb Anlieger dieses Projektes. In der Tat wird in diesem Bereich sehr viel gerast. Die geplanten Versätze werden dies nicht verhindern können. Die Straße ist nicht so stark frequentiert und sehr übersichtlich, dass hier eine Beruhigung durch abzuwartenden Gegenverkehr eintreten kann. Ich erwarte hier ein kräftiges Beschleunigen im Mittelteil. Der vorgesehene Gehweg ist eine nicht notwendige Baumaßnahme und kann ganz einfach eingespart werden! Parallel verläuft hier die Rotenbergstraße, Umweg für die Fußgänger zirka 150 Meter. Diese wird nur sehr gering befahren, ein Gehweg ist bereits vorhanden. Provisorische Einengung der L 43 gibt es in Nähe der Kirche, am Parkplatz. Die hier zitierte Bewährung der provisorischen Lösung durch die LBM und die Gemeinde kann ich so nicht bestätigen, bitte fragen Sie doch ganz einfach die Anlieger. Ich befahre diesen Bereich täglich mehrmals, die Unfallgefahr für Personen ist wesentlich gestiegen. Am auffälligsten ist die hier nicht erforderliche zusätzliche Bushaltestelle, etwa 200 Meter entfernt ist die sicherste und zentralste Haltestelle Fideiplatz vorhanden. Mit dem Rückbau der Buswartehalle könnte gleichzeitig auch der Ärger von Lärmbelästigungen und Verschmutzungen elegant beseitigt werden. In kurzen Abständen finden hier sehr gefährliche Begegnungen von Fahrzeugen und Fußgängern beziehungsweise Wartenden an der Bushaltestelle statt. Fahrzeuglenker aus Richtung Kordel missachten regelmäßig den Vorrang der Fahrzeuge in Richtung Kordel, häufig mit überhöhter Geschwindigkeit. Falls der Vorrangberechtigte sich dann schon auf der Gegenfahrbahn befindet, wird in den meisten Fällen dann der Gehweg mit dem Wartebereich Bushaltestelle überfahren, oder das "Recht des Stärkeren", ein LKW, treibt Radfahrer, so meiner Tochter geschehen, zur seitlichen Flucht auf die Insel. Im Winter stehen die Wartenden, kaum wahrnehmbar, auf dem Gehweg an der Haltestelle. Variiert wird alles noch durch häufige Falschparker vor der Raiffeisenbank und scheinbar überforderte Verkehrsteilnehmer im vorhandenen Schilderwald. Meine Vorschläge: Weg mit der Buswartehalle, keine Verkehrsberuhigung in diesem Bereich, eine Verkehrsberuhigung am Ortseingang aus Richtung Kordel ist sehr viel angebrachter und vielleicht sogar hier noch wirksam, auf den Versuch kommt es an. Joachim Berg, Zemmer

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