Auf der Suche nach Alternativen

Weil die Gehörlosenschule auf der Trimmelter Höhe einen größeren Eigenbedarf an der Schulturnhalle angemeldet hat, muss sich der Trimmelter SV nach neuen Trainingsstätten umschauen. "Das wird schwierig", prognostiziert das städtische Sportamt.

Weil die Cüppers-Schule die eigene Turnhalle künftig bis in den Abend nutzen will, ist der Trimmelter Sportverein auf der dringenden Suche nach alternativen Trainingsstätten. TV-Foto: Christiane Wolff

Trier. Rund 50 Kinder wohnen von Montagmorgen bis Freitagmittag in dem Internat, das zur Hubert-Cüppers-Gehörlosenschule auf der Trimmelter Höhe gehört. Ihnen wollen Schul- und Internatsleitung nach den Sommerferien ein ausgeweitetes Sportangebot machen. "Besonders unsere älteren Schüler haben sich das gewünscht", sagt Michael Kiesmann, Konrektor der Förderschule in Trägerschaft des Landes Rheinland-Pfalz. Die Schulturnhalle soll daher nicht mehr - wie im bisherigen Ganztagsbetrieb - lediglich bis 15.15 Uhr genutzt werden, sondern bis in den Abend. "Wir planen eine neue Psychomotorik-Gruppe, und die Basketball- und Fußball-AGs, die bisher nur im Sommer draußen trainiert haben, sollen im Herbst in der Halle unterkommen", erklärt Schul-Verwaltungsleiter Martin Reichert. "Deshalb mussten wir dem Trimmelter SV leider mitteilen, dass er nur noch am Montagabend und am Freitagnachmittag unsere Halle nutzen kann", bedauert Reichert. Dienstagnachmittags trainierten bisher die "Basektball Minis" des Trimmelter SV in der Halle. Mittwochnachmittags die Volleyball-Mädchen und donnerstags die Leichtathletik-Gruppe. Die rund 40 Judo-Kinder, die montags von 19 bis 20.30 Uhr trainiert haben, können künftig erst um 19.30 Uhr anfangen. Insgesamt sind knapp 90 Kinder und Jugendliche des Sportvereins betroffen. Unbeeinträchtigt bleiben die Hallezeiten des Trierer Gehörlosen-Sportvereins und der alten Tarforster Grundschule, die die Halle ebenfalls für den Schulsport nutzt.Verständnis für die Situation

Der SV hat Verständnis für die Situation der Cüppers-Schule, zumal man dort immer auf Entgegenkommen gestoßen sei. "Wenn die Halle frei war, duften wir sie stets nutzen, die Absprachen haben immer gut funktioniert", sagt Jürgen Pfannkuchen, Sportwart des Trimmelter SV. Doch bei allem Verständnis von Schule und SV füreinander: Besonders für die Basketball-Minis und die Volleyball-Mädchen müssen dringend Ausweich-Trainingsstätten gefunden werden. Bisher kamen die bis zwölf Jahre alten Basketball-Minis aus den umliegenden Wohngebieten zu Fuß oder mit dem Fahrrad zum Training. Das dürfte künftig schwierig werden, zumal das städtische Sportamt dem Verein bisher noch keine Alternative anbieten konnte: Die städtischen Turn- und Sporthallen seien fast vollständig ausgelastet. Freie Hallenkapazitäten könnten daher noch nicht zugesagt werden. "Abhilfe wird die im Bau befindliche Turnhalle der neuen Grundschule Tarforst schaffen", teilt das Sportamt auf Anfrage mit. Doch die neue Grundschule samt Halle soll erst zum Schuljahr 2009/10 bezugsfertig sein. Schule und Sportverein wollen jetzt gemeinsam nach einer Lösung suchen: "Wenn es Probleme bei der Suche nach Alternativen gibt, sind wir gerne bereit, unsere Halle für eine Übergangsfrist dem Verein nach Absprache weiter zur Verfügung zu stellen", verspricht Reichert.