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Glaube im Alltag: Auf ein Wort!

Glaube im Alltag : Auf ein Wort!

Ich war im wunderbaren Rosa-Flesch-Tagungshaus in Waldbreitbach und hatte gemeinsam mit dem Pastoraltheologischen Institut Mainz ein Fortbildungsseminar.

Wir Seelsorgerinnen und Seelsorger haben uns gefragt: „Gibt es ein Wort, das uns als pastorale Mitarbeiter durch das Leben trägt?“

Unser Kollege Ralph traf sich mit Alexandra und fragte sie: „Welche Worte sind für Dich wichtig im Leben?“ Alexandra entgegnete: „Ich hab‘ Dich lieb. Das ist das Schönste, das man gesagt bekommen kann. Das habe ich wie eine Melodie im Ohr …  von meiner Oma oder meinen Eltern oder von anderen Menschen, die mich liebhaben. Außerdem glaube ich, dass auch Gott mich liebhat. Dies trägt mich!“

Eine weitere Kollegin wurde interviewt: „Hallo Magdalena, ich grüße Dich. Sag mal, hast Du ein Wort, das Dich im Leben bewegt und trägt?“ Sie meinte: „Du siehst, dass ich hier in der Kirche sitze. Ich treffe in meinem Leben immer wieder Menschen, die in eine Kirche kommen, um zu danken, zu beten oder um eine Kerze anzuzünden. Manche möchten allein sein, um die Gedanken zu sortieren und Gott um Beistand zu bitten. Sie vertrauen darauf: Immer, wenn Du denkst, es geht nicht mehr, kommt von irgendwo ein Lichtlein her! An diesen Spruch musste ich schon oft denken, wenn ich mich schlecht fühlte, Zweifel hatte oder wenn ich Menschen getroffen habe, die Schmerzen leiden mussten. So zünde ich diese Kerze an!“ Ralph wollte auch mein Wort, das mich trägt, wissen. Ich überlegte und antwortete ihm kurzentschlossen: „Meine schönsten Momente im Leben waren die, in denen ich spüren konnte, dass ich zur richtigen Zeit am richtigen Ort war.“ Dieses Gefühl sowie die Zusage Gottes im Gepäck, dass ich niemals allein bin. Mir steht der zur Seite, der von sich selbst gesagt hat: „Ich bin der – Ich bin da.“ Welches Wort stärkt Sie für Ihren Alltag?

Rüdiger Glaub-Engelskirchen

Gemeindereferent,St. Franziskus Hermeskeil