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Auf Entdeckungsreise rund um den Trierer Dom

Auf Entdeckungsreise rund um den Trierer Dom

TRIER. Mit dem Oster-Wochenende ist der Startschuss für die Tourismus-Saison in Trier gefallen - eine große Besucher-Gruppe ist der Stadt schon jetzt sicher: Zwischen dem 2. und 11. Mai werden Christen von nah und fern die Moselmetropole bevölkern. Bei den siebten Heilig-Rock-Tagen unter dem Motto "Durch dein Wort belebe mich" sind Zielgruppen von jung bis alt angesprochen.

"Angesichts der großen Fläche unseres Bistums ist es gar nicht so einfach, Treffpunkte zu schaffen. Die Heilig-Rock-Tage spielen deshalb auch unter diesem Aspekt eine wichtige Rolle", erklärte Prälat Franz Josef Gebert während einer Pressekonferenz. Nach der großen Heilig-Rock-Wallfahrt 1996 feierte Trier im Jahr darauf Premiere mit diesem Groß-Ereignis. Inzwischen haben die Heilig-Rock-Tage ihren festen Platz im Stadtleben, sind die Bistums-Vertreter überzeugt. Zudem sei das Bistumsfest längst keine auf Trier begrenzte Veranstaltung mehr: Jahr für Jahr kommen nach Auskunft Geberts mehr Interessierte von weit her. Genaue Zahlen gibt es nicht - schließlich sind alle Angebote kostenfrei und ohne Eintrittskarten nutzbar. Schätzungen gehen von rund 80 000 Besuchern während der zehn Tage aus. Dabei ist das Bistum bemüht, ein Programm anzubieten, "das die Interessen unterschiedlicher Zielgruppen bündelt", so Wolfgang Meyer, Geschäftsführer der Heilig-Rock-Tage. Von einem "Grundangebot im Dom" spricht er, wozu neben anderen feste Komponenten wie das Morgenlob um 9 Uhr und das Abendlob um 21 Uhr gehören. "Das Abendlob ist eine Entdeckung der Wallfahrt 1996 und zu unserer Haupt-Marke geworden", erklärt Franz Josef Gebert. "Im ersten Jahr hatten wir 150 Stühle im Dom aufgestellt, mehr als 3000 Menschen waren jedoch da. Die ganz eigene Mischung aus Musik, Wort und Stille, bei der auch durchaus experimentelle Angebote gemacht werden, scheint den Nerv der Besucher zu treffen." Neu ist der Tag für Kommunionkinder am 3. Mai, und als Besonderheit kündigt das Bistum die Aufführung des Jazz-Rock-Oratoriums "Emmaus" von Thomas Gabriel in St. Maximin an. Erstmals können Besucher im "Café Dunkel" verweilen - ein Zelt, in dem Sehende am eigenen Leib nachvollziehen, wie Blinde ihre Umgebung wahrnehmen. Bewährte Angebote aus den Vorjahren haben die Organisatoren erneut ins Programm genommen. So stehen die Kinder der Kindertagesstätten - rund 4000 - an zwei Tagen (5. und 6. Mai) im Mittelpunkt. Für sie sind eine Entdeckungsreise im Dom, Workshops und zum Abschluss eine Sendungsfeier vorgesehen. Auch für die Priester, Diakone und ihre Familien, Pfarrgemeinderäte, Soldaten und Firmlinge werden neben weiteren Gruppen Schwerpunkte gesetzt. Rund 800 Mitarbeiter, "zu 95 Prozent Ehrenamtliche", so Wolfgang Meyer, haben im Vorfeld beziehungsweise werden während der zehn Tage dazu beitragen, dass das Bistumsfest ein Erfolg wird. Das detaillierte Programm ist telefonisch zu bestellen unter 0651/7105-593.