Auf Flügeln ins Finale

TRIER/PRÜM. Der Rock'n Roll lebt. Bei der zweiten Vorrunde des "Modern Music Award" (MMA) am Samstag hatten "Eagle and the damage done" aus Trier am Ende die Nase vorn. Die Entscheidung sei jedoch megaknapp ausgefallen, betonte Mit-Veranstalter Martin Schümmelfeder vom Exhaus. Ebenfalls ins Finale am Freitag, 20. Oktober, schaffte es Rapper Berni von "Edit the Sad Parts".

"Wie soll man die jetzt vergleichen?", grübelt Jury-Mitglied Stephan Zender (Modern Music School Trier). Zum Glück steht er nicht alleine vor der Entscheidung, wer der drei Teilnehmer es ins Finale des Nachwuchswettbewerbs schaffen soll. Zur Wahl stehen die Hardcore Band "Santa Crux" aus Saarburg, das Trierer Ein-Mann-Projekt "Edit the Sad Parts" und das Rock'n-Roll-Quartett "Eagle and the damage done", deren Mitglieder aus Prüm stammen. Doch wer war am Besten? "Sehr geil waren sie alle", resümiert Sänger Jimi Berlin, der gegen Mitternacht im Exhaus-Balkensaal das Urteil der Jury verkündet. "Der zweite Platz heute geht an das Projekt ,Edit the Sad Parts'", hallt es von der Bühne, "sowie ein Platz im Finale". Der 24-jährige Rapper Berni Roberts ist sichtlich erfreut, dass er die Juroren mit seinen brachialen Texten ("Lieber verhungern als das kleinste Stück vom Kuchen, lieber mit dem Kopf durch die Wand als ein Brett vorm Kopf") von seinem Talent überzeugen konnte. Und jetzt wird es noch einmal spannend. Gebührt der Sieg den Saarburgern "Santa Crux", die an diesem Abend vor allem durch ihre brutale Lautstärke im Gehör geblieben sind? Oder doch eher "Eagle and the damage done", bei denen vor allem der Frontmann und Sänger Marco Sifferath mit seiner Performance ins Auge fiel, die Band als Ganzes ihre Definition von Rock'n`Roll glaubhaft rüberbrachte. Lässig und doch diplomatisch kürt Jury-Mitglied Jimi Berlin die Rock'n Roller aus Trier zum Vorrundensieger. "Groovin" (Schlagzeug), "Luke" (Bass), "Vegas" (Gitarre, Gesang) und "Siff" (Gesang, Gitarre) reißen die Arme hoch. Wieder einmal stehen die Vier im Finale eines wichtigen Musikwettbewerbs. Zuletzt hatte das Quartett beim rheinland-pfälzischen Nachwuchswettbewerb "Rockbuster" den zweiten Platz belegt. Grund zur Freude haben auch die Metaller "Stroke of Fate" aus Hermeskeil, die bei der ersten Vorrunde eine Woche zuvor den zweiten Platz gemacht hatten. Statt drei Bands im Finale am Freitag, 20. Oktober, um 20 Uhr im Trierer Exhaus spielen zu lassen, entschied die Jury, den Hermeskeiler Publikumsfavoriten noch dazu zu nehmen.