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Auf gelben Füßen sicher zur Schule: Eltern schlagen Initiative vor

Auf gelben Füßen sicher zur Schule: Eltern schlagen Initiative vor

Im Ortsbeirat Feyen-Weismark haben Eltern der Grundschule Feyen das Projekt "Gelbe Füße für mehr Sicherheit" vorgestellt. Die Idee: Im Stadtteil sollen aufgemalte gelbe Füße auf den Gehwegen Kindern den sicheren Weg zu Schule und Kita zeigen.

Feyen-Weismark. Das Projekt "Gelbe Füße für mehr Sicherheit" der Unfallkasse Rheinland-Pfalz hat bereits in mehreren Gemeinden Schule gemacht: Auf den Boden gemalte Fußabdrücke weisen Kindern sichere Wege und Straßenüberquerungen zu Schule und Kita.
Eltern aus Feyen wollen das nun auch in Trier umsetzen. Im Ortsbeirat Feyen-Weismark warb Jürgen Diederichs, Mitglied im Schulelternbeirat der Grundschule Trier-Feyen, um Unterstützung für die Initiative. An der Schule hat sich bereits eine Projektgruppe gegründet. Mit dem Einverständnis von Verwaltung, Ortsbeiräten und der Polizei wollen die Eltern kritische Verkehrspunkte im Stadtteil benennen und Empfehlungen für sichere Schulwege abgeben. Eltern und Kinder können schließlich in Eigenleistung die gelben Füße auf den Gehweg sprühen oder malen. Die Kosten für das Projekt bezifferte Elternbeirat Jürgen Diederichs auf einen Betrag ab 300 Euro, zusätzlich wird die Initiative durch die Unfallkasse des Landes gefordert. "Neben der Sicherheit ist das Projekt auch pädagogisch wertvoll, denn die Kinder motiviert es, auf gelben Füßen zur Schule zu gehen, anstatt im Auto zur Schule gebracht zu werden", sagt Thomas Trabusch, Direktor der Grundschule Trier-Feyen und betonte die Eigeninitiative: "Mir ist es ganz wichtig, dass die Kinder den Stadtteil mitgestalten können und die gelben Füße zu einem Projekt von Kindern für Kinder werden."
Erstmals in neuen Räumen


Ortsvorsteher Rainer Lehnart (SPD) lobte die Initiative und sagte die volle Unterstützung des Ortsbeirats zu, der erstmals in den neuen Räumlichkeiten der Entwicklungsgesellschaft Petrisberg (EGP) auf dem Castelnau-Gelände tagte. Die EGP hat ein ehemaliges Verwaltungsgebäude der französischen Kaserne renoviert und führt dort seit März unter der Adresse Albert-Camus-Allee 1 ihre Geschäfte.
Die Konversion der ehemaligen Kaserne Castelnau zum neuen Stadtviertel nimmt derweil weiter Form an. Der Ortsbeirat Feyen-Weismark stimmte einstimmig für die öffentliche Auslegung des Bebauungsplans BF14, in dem die baulichen Vorgaben für die Hangterrassen des Castelnau-Geländes festgelegt sind. Der Stadtratsbeschluss folgt am 30. April, anschließend können Bürger ab Mitte Mai ihre Stellungnahmen zum Bebauungsplan abgeben. maw
Extra

Die Benennung einer Straße nach Bischof Charles Mannay (der TV berichtete) sorgte für Kontroversen im Stadtrat. FDP-Fraktionschef Karl-Josef Gilles sah in Mannay den "unbeliebtesten aller Trierer Bischöfe" und "Gefolgsmann Napoleons". Widerspruch gab es im Ortsbeirat Feyen-Weismark von Ortsvorsteher Rainer Lehnart (SPD): "Herr Gilles hat sich in Angelegenheiten des Ortsbeirats Feyen-Weismark eingemischt und lag zudem historisch komplett daneben." Nachforschungen hätten gezeigt, dass sich gerade Mannay um Trier verdient gemacht hat. Der Ortsvorsteher zog ein versöhnliches Fazit unter die Straßennamen-Debatte: Sie habe immerhin dafür gesorgt, dass "man sich intensiv mit der historischen Figur Mannay beschäftigt." maw