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Auf Innenstadtrallye für die Live-Musik

Auf Innenstadtrallye für die Live-Musik

TRIER. Mit abwechslungsreichem Programm lockte die lange Nacht der Musik Tausende Honky Tonker auf die Straßen und in die Kneipen der Trierer Innenstadt. Doch trotz musikalisch erstklassiger Bands blieb der Besucherandrang mancherorts hinter den Erwartungen zurück.

DieTrierer Innenstadt versprühte beim ersten Trierer HonkyTonk-Festival, das der Trierische Volksfreundpräsentierte, einen ganz besonderen Reiz: Musik lag in der Luft.Und das im wahrsten Sinne des Wortes, denn das breit gefächerteProgramm war nicht zu überhören. Nach Angaben des Veranstaltersmachten sich 4500 Live-Musik-Begeisterte, ausgestattet mit einemgroßen, grünen, etwas unhandlichen Faltblatt, auf die Suche nachder richtigen Musik und der passenden Stimmung. Leicht war es wahrlich nicht, sich für eine bestimmte Honky Tonk-Band an einem der insgesamt 25 Spielorte zu entscheiden. Quer durch alle Generationen konnte bei diesem bunten Programm jeder auf seine Kosten kommen.

Während "French Quarter" sein Publikum im Brunnenhof mit Jazz vom Feinsten und stilvollem Ambiente begeisterte, brachten etwa die "Soul Providers" im großen Saal der Tufa das Publikum mit heißen Soul-Rhythmen zum Grooven. Wer die Nacht zu Geigen- und wilden Polka-Klängen durchtanzen wollte, war nebenan im kleinen Saal bei den "Shanes" genau richtig. Im Walderdorff's sorgte die junge Band "Funkaholish" dafür, dass auch die Tanzwütigsten unter den Honky Tonkern auf ihre Kosten kamen.

Das Louisiana und das Coyote Café schienen aus allen Nähten zu platzen, während "8 on Stage" und "From da Soul" für funkige Stimmung sorgten. Auch in der Krim herrschte Hochbetrieb mit Gästen, die "Joe Smoke & Band" und deren Trommel-Einlagen lauschen wollten. Mit den größten Hits der 80er Jahre sorgten die "Material Boiz" im Astarix für ausgelassene Stimmung und rechtfertigten die Einschätzung der Organisatoren, die sich der Problematik eines weiteren Live Musik-Festivals in der von erfolgreichen Schwarzbiernächten verwöhnten Moselmetropole wohl bewusst waren.

"Angesichts der Tatsache, dass wir an der Mosel Pionierarbeit leisten mussten, um das Vertrauen der Trierer Musikfans zu gewinnen, ist dieses Festival ein voller Erfolg geworden", sagt Organisator Martin Stöcklein.

Trotz dieser Erfolgsmeldungen blieb die Tatsache, dass in einigen Kneipen zu wenig los war. Nicht alle Besucher waren so begeistert wie die Veranstalter, ihre hohen Erwartungen wurden zum Teil enttäuscht. Beim Kneipenfestival im vergangenen Jahr sowie bei der Schwarzbiernacht waren deutlich mehr Interessierte auf den Beinen. "Ich musste nicht einmal auf den Tischen stehen, um mein Bier zu bekommen", sagt Besucher Heinz Britz, der sich fragt, woran es gelegen hat. Zahlten die Besucher bei der Schwarzbiernacht zehn Mark Eintritt, so waren es hier zehn Euro. Aber am Eintrittspreis allein will Britz das eingeschränkte Interesse nicht festmachen.

Für die Organisatoren ist Triers Innenstadt für das Honky Tonk wie geschaffen. Stöcklein: "Wir kommen nächstes Jahr auf jeden Fall wieder ".