Auf Tuchfühlung mit der Gefahr
Bewohner von Trier-West/Pallien wollen sich nicht mit dem Schwerlastverkehr in ihrem Stadtteil abfinden. Eine vierköpfige Delegation überreichte 500 gesammelte Unterschriften an OB Jensen und Baudezernentin Kaes-Torchiani.
Trier. "Kein Durchgangsverkehr von Schwerlastzügen in Trier-West und Pallien!!" Diesen Appell, versehen mit den Unterschriften von 497 Bewohnern des Doppelstadtteils, überreichten Rudolf Dietsch, Elke Gerber-Eckert, Laurence Neumann-Overholthaus und Ortsvorsteher Klaus Blum am Dienstagabend vor der Stadtratssitzung an diejenigen, von denen sie sich eine Lösung ihrer Probleme versprechen: OB Klaus Jensen und Baudezernentin Simone Kaes-Torchiani - in der Hoffnung, "dass die Stadt uns endlich hört." In der Bürgerversammlung am 22. November sei das nicht der Fall gewesen. Das Problem der überlasteten Bundesstraßen in der Weststadt ist nicht neu. Die Freigabe der Ortsumgehung Biewer (B53 neu) im vergangenen Mai hat die Situation allerdings drastisch verschärft. Tag und Nacht donnern internationale Laster in beiden Richtungen durch Bonner, Kölner, Aachener und Luxemburger Straße; oftmals Maut-Umgeher und in aller Regel viel zu schnell. Zu Dauer-Lärm, Schmutz, Rissen an Häusern und in Straßen gesellen sich lebensgefährliche Bedrohungen insbesondere für Fußgänger und Radfahrer. "Wir leben auf Tuchfühlung mit der Gefahr", sagen die Anti-Schwerlastverkehrs-Aktivisten.Nächste Runde der Suche nach einer Lösung des Problems: Anfang Januar will Baudezernentin Simone Kaes-Torchiani zu einem Gespräch einladen. Von dessen Ausgang machen die Trier-West/Palliener ihr weiteres Vorgehen abhängig. "Wir werden für Verkehrssicherheit kämpfen und ziehen notfalls auch juristische Mittel in Erwägung", kündigt Elke Gerber-Eckert an.