Auf zu neuen TATen

Auftakt zur zweiten Runde der Aktion "TAT - Trier: Aktiv im Team". Nach dem erfolgreichen Start Anfang des Jahres 2008 soll es eine Neu-Auflage des Aktionstages geben, bei dem sozial engagierte Unternehmen die Arbeit gemeinnütziger Initiativen unterstützen.

An einem Strick gezogen: Beim „TAT“-Tag im März halfen Unternehmerinnen aus der Trierer Neustraße beim Einrichten eines Spielplatzes in Ehrang. TV-Foto: Archiv/Gabriela Böhm

Trier. Erfolg spricht sich herum. Und so sitzen im VHS-Vortragssaal Vertreter von fast 50 Initiativen der unterschiedlichsten Art, von der Aids-Hilfe bis zum Roten Kreuz, vom Frauenhaus bis zum Spee-Chor, vom Kneipp-Verein bis zur Kita-Fördergruppe.

Sie alle eint eines: Für ihre ehrenamtliche Arbeit können sie Unterstützung gut gebrauchen. Nicht unbedingt Geld, obwohl das sicher auch nicht schaden würde. Aber bei "TAT" geht es nicht um Sponsoring, jedenfalls nicht im klassischen Sinne. Die Initiatoren wollen Unternehmen dafür gewinnen, sich einen konkreten Tag lang - am 27. März 2009 - mit ihrem Know-how und ihrer Arbeits-Kraft in den Dienst einer guten Sache zu stellen, die sie selbst aussuchen können.

Der erste Engagement-Tag Anfang März 2008 war ein Experiment - mit erfolgreichem Ausgang. Bei einer Projektbörse hatten sich 39 Initiativen vorgestellt - 37 konnte geholfen werden. Mal ganz handfest und praktisch, etwa mit dem Anlegen von Spielgeländen, dem Bau eines Baumhauses oder einem Anstrich. Mal mit spezieller fachlicher Unterstützung, etwa beim "Renovieren" des Internet-Auftritts, der Organisation einer Zukunftswerkstatt oder einem Workshop zur Öffentlichkeitsarbeit.

Die einheimischen Unternehmen, die bei der Börse jeweils ein Projekt ausgewählt hatten, gingen ganz unterschiedlich zur Sache: Manche brachten ihre Fach-Kenntnisse ein, andere halfen einfach mit der Muskelkraft oder dem Gehirnschmalz engagierter Mitarbeiter, die einen Freitag lang statt am Schreibtisch oder im Laden vor Ort bei der sozialen Einrichtung schwitzten.

Aber nicht nur die engagierten Unterstützer müssen sich reinhängen: "Auf Sie kommt auch einiges an Arbeit zu", erklärt Charlotte Kleinwächter (Lokale Agenda) den potenziellen Interessenten, die sich bei der VHS eingefunden haben. Ein Projekt aussuchen, das Konzept entwickeln, sich eine effektvolle Präsentation überlegen für die Börse, die am 10. Dezember im Konferenzzentrum der IHK stattfinden wird.

An Bedarf, so viel ist absehbar, wird kein Mangel herrschen. Die "Gegenseite", also Unternehmen aus Trier und Umgebung, sollen in den nächsten Wochen eingeladen werden. Viel Arbeit für das Projekt-Team, zu dem auch die Ehrenamtsagentur, die Bitburger Braugruppe, das Unternehmen Buyregio und die PR-Beraterin Sabine Mach gehören.

Infos: www.tat-trier.de