Aufgeblähte Pläne

Zum Artikel "Lösung für Kürenz 2011" (TV vom 10./11. März):

Die vom Baudezernenten der Stadt Trier vorgestellten Pläne für die Umgehung von Kürenz scheinen recht aufgebläht. Auf einer Gesamtbreite von 18 Metern soll die Straße "Am Grüneberg" als Umgehung ausgebaut werden - bis hin zu einer recht schmalen Brücke über die Gleisanlagen der Deutschen Bahn, mit nur einem Gehsteig und einer Radspur. Die 18 Meter der geplanten Staße unterteilen sich in Fahrbahn, zwei Gehwege, zwei Radwege und zwei Grünstreifen. Auf den ersten Blick mag das ganz gut aussehen. Es ginge aber auch anders. Die Fahrspur muss sein. Aber warum zwei Gehwege und zwei Radwege bei dem sehr geringen Fußgänger- und Radfahrerverkehr, wo auf der Brücke nur ein Gehweg und nur eine Radspur vorgesehen sind? Dazu sollte erwähnt werden, dass die längeren und verkehrsreicheren Loeb- und Metternichstraße mit nur einem Bürgersteig auskommen und in der Metternichstraße die Radwege nur aufgemalt sind. Nun zu den geplanten Grünstreifen der neuen Umgehungsstraße. Bergseitig sind vor jedem Haus bis zu 20 Meter tiefe Gärten angelegt. Sollen diese Grünanlagen durch einen zusätzlichen Grünstreifen geschützt oder abgewertet werden? Auf der gegenüberliegenden Seite sind anfangs Vorgärten angelegt und in Richtung Ruwer schließt sich eine Kleingartenanlage an, die von der Straße aus grün und recht gepflegt aussieht. Um möglichst viel von dem Grün zu erhalten, sollten die Planer einen Blick in die Straße "Im Aveler Tal" werfen. Denn dort, wo der Verkehr für die neue Straße herkommt, ist die Gesamtbreite von Bebauungsgrenze zu Bebauungsgrenze stellenweise unter 12 Meter. Eine abgespeckte Umgehungsstraße "Am Grüneberg" würde natürlich nicht unerheblich viel Geld sparen, nicht nur beim Bau, sondern auch bei den Kosten zur Pflege der Grünanlagen. Übrigens, die Pflege der vorhandenen Grünanlagen wird von den Eigentümern oder den Nutzern kostenlos durchgeführt. Rüdiger Flesch, Trier