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Auftakt zum Geschenkekauf: Weihnachtsshopping in Trier, Bernkastel-Kues und anderen Städten

Verbraucher : Auftakt zum Geschenkekauf: Weihnachtsshopping in der Region startet mit verkaufsoffenen Sonntagen in einigen Städten

Viele Innenstädte in der Region werden am Sonntag voll sein. Neben Weihnachtsmärkten locken vielerorts offene Geschäfte zum Bummeln und Geschenke kaufen.

Auftakt zum Weihnachtsgeschäft, das traditionell am ersten Adventswochenende startet. Und weil in diesem Jahr der 1. Advent noch in den November fällt, dürfen in einigen Städten auch die Geschäfte am Sonntag öffnen, anders als an den Vorweihnachtssonntagen im Dezember. Weihnachtsshopping ist am Sonntag in Trier, Bernkastel-Kues, Traben-Trarbach und Gerolstein möglich. Insgesamt vier verkaufsoffene Sonntage pro Jahr dürfen Städte erlauben – allerdings müssen die Sonntagsöffnungen an bestimmte Anlässe (wie etwa Weihnachtsmärkte) gekoppelt sein. An Adventssonntagen im Dezember sind in Rheinland-Pfalz (anders als in anderen Bundesländern) generell keine verkaufsoffenen Sonntage erlaubt.

Die Händler in der Region blicken trotz Inflation, Energiekrise und Krieg in der Ukraine verhältnismäßig optimistisch auf die nächsten vier Wochen. Zumal es – anders als in den vergangenen beiden Jahren – keine Corona-Einschränkungen mehr in den Geschäften gibt. Entsprechend zuversichtlich gibt sich Patrick Sterzenbach, Vorsitzender der Trierer-City Initiative: „Ich gehe davon aus, dass wir endlich ein gutes Weihnachtsgeschäft haben werden.“ Auch Hans-Peter Fuchs vom Gewerbeverein in Prüm macht „eine positive Grundstimmung“ bei den Kunden aus. Zurückhaltender gibt sich Ina Mertiny-Dombrowski, die auch dem Morbacher Gewerbeverein vorsitzt. Es bestehe die Gefahr, dass die Verbraucher darunter leiden würden, dass „mehr Geld für Artikel des alltäglichen Bedarfs draufgeht“. Aber: „Wir hoffen, dass sich die Kunden sagen: Wir gönnen uns dieses Jahr mal was.“

Inwieweit die gestiegenen Preise die Kunden vor Weihnachtseinkäufen abschreckt, lässt sich aus Sicht vieler Einzelhändler schwer vorhersehen. „Sicher wird das das Geschäft beeinflussen“, sagt Anke Sodermanns-Walla vom Gerolsteiner Gewerbeverein.

In der Regel machen die Geschäfte in der Region in den Wochen vor Weihnachten knapp 15 Prozent ihres gesamten Jahresumsatzes, geschätzt mehr als eine halbe Milliarde Euro wird dann etwa in Saarburg, Trier, Bitburg, Daun, Wittlich und Hermeskeil umgesetzt. Corona hat in den vergangenen zwei Jahren vielen Händlern das Geschäft verhagelt. In diesem Jahr scheint es wieder positive Signale aus dem rheinland-pfälzischen Handel zu geben. Die Umsätze sind trotz Inflation im September im Vergleich zum Vorjahresmonat leicht gestiegen. Der Handelsverband Deutschland rechnet im Weihnachtsgeschäft mit einem Umsatzplus von 5,4 Prozent auf 120 Milliarden Euro.

Die Kauflaune der Deutschen hat sich nach Angaben des Marktforschungsinstitut GfK nämlich wieder etwas gebessert. Die derzeit etwas sinkenden Energiepreise und die Hoffnung auf eine nicht mehr so stark steigende Inflation wirkten sich positiv auf das Konsumklima aus. Laut GfK wollen die Deutschen in diesem Jahr pro Person durchschnittlich 299 Euro für Geschenke ausgeben. Im vergangenen Jahr seien es 325 Euro pro Person gewesen. Die Mehrheit der Deutschen will in diesem Jahr stärker auf den Preis der Weihnachtsgeschenke achten. Immerhin ein Drittel will aufgrund knapperer Budgets weniger Geld für Weihnachten ausgeben. Gespart wird auch beim Essen.

Und was sind die beliebtesten Geschenke in diesem Jahr? Laut GfK werden am häufigsten Pralinen, Wein und Präsentkörbe verschenkt, gefolgt von Kleidung oder Schuhen, Bücher, Spielzeug und dann Geld oder Gutscheine verschenkt. Seltener auf dem Gabentisch landen in diesem Jahr wohl Uhren und Schmuck. Wieder etwas gefragter sind Eintrittskarten.