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Aus der Garage - auf die Bühne

Aus der Garage - auf die Bühne

Drei kreative Tage mit Spaß, Einsatz und Erfolg erlebten 57 junge Musiker aus Deutschland und Luxemburg beim von der Stiftung Musikjugend Trier-Land initiierten Workshop "Rock, Pop & More". Mit Profi-Musikern erarbeiteten sie ein Bühnenprogramm.

Welschbillig-Helenenberg. In ein klingendes, pulsierendes Kreativzentrum verwandelten sich die Räume des Jugendhilfezentrums Don Bosco Helenenberg am Wochenende. Dort fand der von der Stiftung Musikjugend Trier-Land initiierte und zum ersten Mal auch für Luxemburger Teilnehmer ausgeschriebene Workshop "Rock, Pop & More" statt. Knapp 80 junge Musiker von 14 bis 21 Jahren hatten sich beworben, für 57 von ihnen, darunter sechs aus Luxemburg, wurde der Traum wahr, unter der Leitung der Profi-Musiker und Dozenten der Jazz- und Rockschool Ben Heit, Laszló Anducska, Markus Stoll, Olly Rohles, Fred Noll, Andreas Düro, Michael Brettner, Christoph Haupers und Chitral Somapala Bands zu formieren und für ein Konzert in der Kultur- und Marktscheune Welschbillig am Sonntag zu proben.Der künstlerische Leiter des Workshops Ben Heit und Lothar Zengerling, der die Veranstaltung minutiös organisiert hatte, konnten fast alle gemäß ihren musikalischen Wünschen unterbringen und ideale Rahmenbedingungen anbieten: Profi-Ausstattung im Wert von 40 000 Euro, bereit gestellt von den vier Musikhäusern Neumetzler, Kröger, Marcus Hübner und Hughes&Kettner. Entsprechend gut war die Stimmung schon bei der Begrüßung durch Schirmherrn Wolfgang Reiland am Freitag, nach der sich die Jugendlichen zum Können-Check erstmals in Instrumentengruppen trafen. Deren größte bildeten Gitarre, Schlagzeug und (weibliche) Gesangsstimme, gefolgt von Bass, Blech- und Holzblasinstrument sowie Keyboard.Was die Teilnehmer mit ihren ganz unterschiedlichen Hintergründen drauf hatten, verblüffte die Dozenten. Schon beim ersten Bandprobedurchgang am Samstagmorgen schwärmte Gitarrist Michael Brettner, der mit der "jüngsten" Band "Classic Rock" aus Vierzehnjährigen an einem Stück der "Foo Fighters" arbeitete: "Absolut faszinierend. Keine Spur von der in dem Alter zu erwartenden Hau-Ruck-Mentalität, die fühlen die Musik und reagieren super aufeinander." Und Gitarrist Christoph Haupers lobte seine "Stahlkocher": "Die sind hervorragend vorbereitet."Das allerdings lag auch daran, dass die Dozenten im Vorfeld mit allen Teilnehmern persönlich Kontakt aufgenommen, ihnen Ton- und Notenmaterial geschickt und ihre Fragen beantwortet hatten. So blieb an den drei Workshop-Tagen Raum für Feinarbeit, für Spaß an Musik und Gemeinschaft. "Ich kannte erst keinen, habe hier aber ganz nette Leute getroffen, ich finde es absolut cool", meinte Saxofonistin Alma Cartellieri (14). Gitarristin Cassie Boland (14), eine in Luxemburg lebende Londonerin, freute sich, dass die Verständigung musikalisch und in ihrer Sprache Englisch funktionierte, Gitarrist Alexander Schwind (16), dass er Band- und Bühnenerfahrung sammeln konnte, und Saxofonistin Sabrina Pinto (17) darüber, etwas mit anderen zusammen auf die Beine zu stellen. Und die aus dem ersten Workshop hervorgegangene Cover-Band "Mad to measure" kam in den Genuss wertvoller Theorie. In einem speziellen Coaching vermittelte ihr Ben Heit kompositorische Kniffs, kreatives Rüstzeug für die eigene Profilsuche.