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Ausbau Loebstraße: Stadt und Mehrheit der Anlieger sind sich einig

Ausbau Loebstraße: Stadt und Mehrheit der Anlieger sind sich einig

Der jahrelange Streit zwischen Stadt und Anliegern um den Ausbau der Trierer Loebstraße scheint beigelegt. „Nach eingehender Diskussion“ habe die „Mehrheit der Anlieger“ den städtischen Ausbaulänen zugestimmt. Das teilten die städtische Baudezernentin Simone Kaes-Torchiani und Manfred Bitter, Hauptgeschäftsführer der Handwerkskammer und Sprecher der Interessengemeinschaft der Anlieger, am heutigen Freitag in einer gemeinsamen Erklärung.mit.

Der Stadtrat hatte den Bebauungsplanentwurf im Juni zurückgestellt, weil die Anlieger die städtische Planung kritisiert hatten. Diese sei nicht nur zu teuer und der entlang der Straße geplante Fahrradweg solle verlegt werden, forderten die Anlieger erneut. In zwei Gesprächsrunden diskutierten Vertreter von Stadt, Anliegern und Stadtratsfraktionen in den vergangenen Tagen die Planungen. "Wir haben unsere sachlichen und technischen Argumente vorgebracht, und die Anieger und auch die von ihnen eingeschalteten Planer haben schließlich bestätigt, dass an den Plänen der Stadt unter den gegebenen Notwendigkeiten nichts zu beanstanden ist", erklärte Baudezernentin Kaes-Torchiani auf TV-Anfrage.
Das von der Interessengemeinschaft in Auftrag gegebene Gutachten hatte gerügt, dass die städtischen Pläne rund 900.000 Euro zu teuer ausgefallen waren. "Aber das basierte lediglich auf einem Berechnungsfehler beim Straßenquerschnitt", erläuterte Wolfgang van Bellen, Leiter des städtischen Tiefbauamts.
Den Bebauungsplanentwurf will Baudezernentin Kaes-Torchiani nun unverändert, aber um Erläuterungen zu den Einwänden der Anlieger ergänzt, in die Stadtratssitzung am 29. September einbringen. Beschließt der Rat die Satzung, kann mit der konkreten technischen Detailplanung begonnen werden. Dann muss der eigentliche Straßenausbau von Gremien und Stadtrat beschlossen und anschließend die entsprechenden Landeszuschüsse beantragt werden. Wegen der notwendigen Beschluss- und Bewilligungsfristen könnten die Bauarbeiten erst Mitte 2012 beginnen.
Die 1,5 Kilometer lange Strecke mit einer Straßenbreite von 6,50 Metern und einem 2,50 Meter breiten Radweg komplett neu auszubauen, dauert wohl zwei bis drei Jahr. "Aber jeder Betrieb kann zu jeder Zeit angefahren werden", verspricht Baudezernentin Kaes-Torchiani. Dafür soll extra eine kleinere, parallele Erschließungsstraße angelegt werden, deren Unterbau später für den Radweg dienen kann. Die Gesamtbausumme beläuft sich auf vier Millionen Euro, die Stadt rechnet mit einem Landeszuschuss von rund zwei Millionen Euro. (woc)