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Ausgebüxte Ziege kommt Halter vielleicht teuer zu stehen

Ausgebüxte Ziege kommt Halter vielleicht teuer zu stehen

Eine ausgebüxte Ziege hat über zwei Tage hinweg die Bundespolizei, Polizei, Feuerwehr und Stadtverwaltung beschäftigt. Womöglich kommt auf ihren Halter jetzt eine größere Rechnung zu.

Trier. Die "sportliche" Ziege, die mit einem spektakulären Ausflug und einem Bad in der Mosel am Dienstag und Mittwoch ein Dutzend Mitarbeiter gleich mehrerer Behörden beschäftigte (der TV berichtete), könnte für ihren Besitzer unangenehme Folgen haben. Sollte sich herausstellen, dass sie ausgebüxt ist, weil ihr Halter grob fahrlässig gehandelt hat, schickt ihm die Bundespolizei möglicherweise eine Rechnung für den Einsatz, wie Sprecher Rudi Höser gestern dem TV sagte.
Eine Streife der Bundespolizei war bereits am Dienstag zwischen Kordel und Ehrang erfolglos auf die Jagd nach der Ziege gegangen, weil sie auf den Bahngleisen aufgetaucht war. Deshalb mussten Züge langsamer fahren, und es kam nach Angaben der Bundespolizei sogar zu Verspätungen. Am Mittwoch war die Ziege dann bis nach Trier-West vorangekommen. Sie lief im Bereich Luxemburger Straße, Aachener Straße und Römerbrücke herum.
Zwei Streifen der Bundespolizei, der Kommunale Vollzugsdienst der Stadt und eine Streife der Polizei hatten dort die Verfolgung aufgenommen. Die Ziege sprang in die Mosel und wurde von einem Berufsfeuerwehrmann auf Höhe des Johanniterufers von einem Boot aus - trotz heftiger Gegenwehr - mit einem Lassowurf eingefangen. Anschließend brachte die Feuerwehr das Tier mit einem speziellen Tierrettungsfahrzeug zu einem Tierexperten im Ruwertal. Da die Ziege mit einem Chip gekennzeichnet war, geht die Polizei davon aus, dass der Halter ermittelt werden kann.