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Bagger prägen noch bis November das Bild

Bagger prägen noch bis November das Bild

Für rund 480 000 Euro wird derzeit die Moselstraße in Ensch umgekrempelt. Die Bauarbeiten sollen im November abgeschlossen sein. Allerdings gibt es bei diesem Zeitplan noch eine große Unbekannte: das Wetter.

Ensch. Wegen einer großen Baustelle im Ort dürften viele Bürger von Ensch darauf hoffen, dass ihnen Petrus wohlgesonnen ist. Wenn nämlich das Wetter mitspielt, dann soll es im November wieder freie Fahrt auf der Moselstraße geben. Seit zwei Wochen prägen dort Bagger, Bauarbeiter, Rohre, Sickerkästen und Gräben das Bild. Bisher konnte der Zeitplan für das Projekt in der Moselstraße, die parallel zur Bundesstraße 53 durch das Dorf verläuft, gut eingehalten werden.
Auch die Anwohner nehmen die Bauarbeiten gelassen, wie sich bei einem Besuch in Ensch zeigt. So sagt Sascha Thul: "Das Ganze ist doch nicht so schlimm. Die Lebensqualität ist kaum beeinflusst." Auch das langjährige Ratsmitglied Werner Lemmermeyer sieht das Projekt positiv: "Wir werden in einigen Wochen eine schöne Straße haben. Dann kann man auch mal eine kurze Zeit mit Einschränkungen leben." Man sehe schon, was es werden soll, bekräftigt er.
Ausgeführt werden die Arbeiten von der Baufirma Franz Lehnen aus Sehlem (Kreis Bernkastel-Wittlich). Sie wendet dabei eine Methode an, die die Belastung für die Anlieger möglichst gering halten soll. Denn es werden nicht sozusagen in einem Rutsch ellenlange Gräben ausgehoben und dann die Rohre verlegt, sondern die Firma arbeitet sich Schritt für Schritt durch die Moselstraße. Sie hebt nur auf kurzen Straßenstücken einen Graben aus und installiert dort dann die Versorgungsleitungen. Wenig später kann diese Stelle dann schon wieder verfüllt und verdichtet werden. Dadurch ist gewährleistet, dass die Anwohner grundsätzlich eine freie Zufahrt zu ihrem Grundstück haben.
Nur kurze Störung


"Von einer Seite kann man immer zu seinem Haus fahren", sagt Thul. Dadurch bleiben den Bewohnern langfristige Behinderungen erspart. Nur die Müll- oder Papiertonnen müssen die Anlieger derzeit am Abholtermin ein paar Meter weiter ziehen, als sie es sonst gewohnt sind.
Die Moselstraße wird nach Fertigstellung eine Fahrbahnbreite von 5,50 Metern einschließlich der Regenrinnen und einen 1,30 Meter breiten Gehweg haben. Für den Ort Ensch verbleiben rund 35 Prozent der Kosten, die aber durch die wiederkehrenden Beiträge auf alle Einwohner umgelegt werden können.