Bagger rücken Schlaglöchern zu Leibe

Bagger rücken Schlaglöchern zu Leibe

Bereits vor zwei Jahren sollte gebaut werden. Nun rollen die Bagger. Die Ortsdurchfahrt Welschbillig wird für rund 1,4 Millionen Euro saniert. Bürger und Gewerbetreibende sind zuversichtlich, dass sich die Behinderungen in Grenzen halten.

Welschbillig. Die Schweicher Geschäftsleute und Altstadtbewohner können ein Lied davon singen. Der Ausbau der Richtstraße hat dort für Verdruss gesorgt. Kunden blieben aus, Autofahrer suchten nach Umfahrungen durch die engen Gassen von Alt-Schweich. All das soll es in Welschbillig nicht geben. Das hoffen jedenfalls Anwohner, Betriebsinhaber und Ortsbürgermeister Werner Olk, wenn die B 422 zwischen dem Ortsausgang vom Helenenberg kommend bis zum Bürgerhaus Ortsmitte saniert wird. Nach Auskunft des Landesbetriebs Mobilität (LBM) geht es um die Grunderneuerung der Straße inklusive Erneuerung der Gehwege und Seitenflächen auf einer Länge von 780 Metern. Zudem wird teilweise der Kanal saniert. Daneben werden alle Hausanschlüsse an den Mischwasserkanal hergestellt. Ebenfalls werden ein Teil der Wasserleitung sowie Hausanschlüsse erneuert. RWE und Telekom werden Leitungen für Strom und Kommunikation verlegen. Wegen der Bauarbeiten wird die B 422 im Ort voll gesperrt. Der Verkehr wird über die K 1 zum Ortsteil Windmühle auf die B 51 und umgekehrt umgeleitet. Nach Auskunft des LBM soll der Anliegerverkehr soweit wie möglich aufrechterhalten werden. Die Umleitungsstrecke wird im Ort ausgeschildert.

Der erste Abschnitt beginnt am Bürgerhaus und endet an der Kreuzung Hauptstraße/Brückenstraße. Dieser soll nach Auskunft des Landesbetriebs bis Mitte September fertiggestellt werden. Der zweite Abschnitt von der Kreuzung Hauptstraße/Brückenstraße bis zur Einmündung Im Mombricht ist von Mitte September bis Ende Februar geplant. Der dritte Abschnitt von der Einmündung Im Mombricht bis zum Ortsausgang Richtung Helenenberg soll bis Ende April 2017 ausgebaut werden.
Nach dem Ende der Arbeiten soll die Ortsdurchfahrt sicherer für Fußgänger sein. So werden unter anderem durchgängige Bürgersteige gebaut. Außerdem wird durch bauliche Veränderungen dafür gesorgt, dass Autofahrer nicht mehr ungehindert durch den Ort rasen können.
Insgesamt werden 1,385 Millionen Euro ausgegeben. Der Bund übernimmt davon rund 620 000 Euro, die VG-Werke sind mit 355 000 Euro mit von der Partie. Die Ortsgemeinde wird rund 410 000 Euro zahlen. Einen Teil davon werden die Anlieger entsprechend der jeweiligen Grundstücksgröße aufbringen müssen. har

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