Bahnkonzept überzeugt noch nicht

Trier-Pfalzel · Der Ortsbeirat Pfalzel hat angeregt über das Regionalbahnkonzept diskutiert und ist geteilter Meinung über den Nutzen der neuen Haltepunkte für Pfalzel. Bei der Abstimmung wurde das Konzept im Ortsbeirat angenommen, wenn auch mit Enthaltungen.

Trier-Pfalzel. Die Ortsbeiratsmitglieder geben bei der Beratung des Regionalbahnkonzepts, welches eine Reaktivierung der Westtrasse vorsieht, zu Bedenken, dass die zusätzlichen Bahnhöfe zu weit entfernt von Pfalzel lägen. Der nächste Bahnhof in der Ehranger Hafenstraße sei von Pfalzel aus zu schwer erreichbar. Außerdem seien die Finanzierungspläne für die Parkplätze und Umgebung der Bahnhöfe durch die Stadt Trier noch zu vage, betont Margret Pfeiffer-Erdel (FWG). Die CDU-Fraktion weist zusätzlich auf die stärkere Lärmbelastung für die Pfalzeler Bürger hin, die durch einen verstärkten Güterverkehr auf der Westtrasse entstehen könnte. Außerdem sei das Regionalbahnkonzept wenig hilfreich im Bezug auf die Entlastung der Trierer Straßen.Nicht einer Meinung


Es würden in dem Konzept Pläne fehlen, wie der Bahnhof an der Kaiser-Wilhelm-Brücke mit dem Bus zu erreichen sei. Die Stauprobleme in der Bonner Straße würden sich durch diesen Bahnhof sogar verstärken.
Für Menschen, die weiterhin mit dem Auto von Pfalzel aus in die Stadt fahren möchten, sei das Konzept nachteilig, da diese viel zu oft vor verschlossenen Schranken stehen würden. Mehrere Ortsbeiratsmitglieder äußern sich skeptisch, ob die Autofahrer bereit seien, auf die Schiene umzusteigen.
Andreas Schleimer (SPD) hingegen betont den Gesamtvorteil der Stadt durch das Regionalbahnkonzept. Es sei wichtig, da es Trier als Oberzentrum mit seiner schwierigen Tallage besser anbinde, zumal für Großprojekte wie die Nordumfahrung und den Moselaufstieg kein Geld vorhanden sei. Die Attraktivität des Nahverkehrs werde gesteigert. "Viele Menschen würden dann den Umstieg auf Bus und Bahn wagen, was der Verkehrssituation in ganz Trier zugute kommt." Die Lärmbelastung durch die Bahn müsse durch Schallschutzmaßnahmen gemildert werden.
Ortsvorsteher Werner Pfeiffer berichtete nach einem Gespräch mit der Firma Netto, dass mit der Eröffnung des Lebensmitteldiscounters bereits im August 2014 gerechnet werden könne, sofern die Bauanträge durch die Stadtverwaltung schnell bearbeitet würden.
Außerdem lasse die Bahn über den Ortsvorsteher bekanntgeben, dass die Vollsperrung der Eisenbahnüberführung von Ende April bis August dauern werde. Fußgänger müssen dann der Baustelle ab der Kapelle in der Pfalzeler Straße bis zum Mosel-Radweg über die Pfalzeler Brücke zum Bahnhof ausweichen. jwa