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Bald neue Zufahrt zum Gewerbegebiet

Bald neue Zufahrt zum Gewerbegebiet

Der Osburger Gemeinderat will die am Ortsrand entstehende Hallensportanlage Osburger Hochwaldhalle taufen. Auf einstimmigen Beschluss wird der Rat diesen Namen der Verbandsgemeinde (VG) Ruwer vorschlagen. Sie trifft als Bauherr die endgültige Entscheidung. Ebenfalls beschlossen wurde der Restausbau der Straßen im Gewerbegebiet.

Osburg. Die Zufahrt von der K 67 bei Neuhaus zum Osburger Gewerbegebiet ist in einem desolaten Zustand. Gleiches gilt für die Erschließungsstraße im oberen Bereich des Geländes. Wegen der "Negativwerbung, die von diesem Straßenbild ausgeht", hat die Gewerbevereinigung Osburg Hochwald die Gewerbeschau 2011 abgesagt (TV vom 24. März). Das Aus für die am 19. Juni geplante Veranstaltung kam in dieser Woche, als feststand, dass der Gemeinderat erst in einer Sitzung am Donnerstag, 24. März, über die Vergabe beraten werde. Nach Meinung des Gewerbevereinsvorstands "zu spät für ein ordentliches Straßenbild im Juni".

Die Absage und der TV-Bericht darüber löste in der Hochwaldgemeinde eine lebhafte Diskussion aus, die sich auch auf die Ratssitzung am Donnerstag niederschlug (siehe Extra). Die SPD-Fraktion verwies auf ihren bereits im November 2010 gestellten Antrag, die Zufahrtsstraße zum Gewerbegebiet schnellstmöglich auszubauen. Ortsbürgermeister Werner Mergens und andere hielten die Begründung für die Absage für fragwürdig: Tatsächlich hätten einige einflussreiche Betriebe kein Interesse an der Gewerbeschau. Daher habe die schlechte Straße als Vorwand dienen müssen.

Ob mit oder ohne Gewerbeschau: Die Zufahrt von der K 67 zum Gewerbegebiet soll nun auf einstimmigen Beschluss so schnell wie möglich ausgebaut werden. Die von Ingenieur Manfred Bach vorgestellte Planung geht von zwei Kostenansätzen aus: Ist der Unterbau der alten Zufahrt nicht schadstoffbelastet, kann das Material wiederverwendet werden. Der Ausbau auf sechs Meter Breite kostet dann rund 150 000 Euro. Um etwa 30 000 Euro steigt der Preis, falls belastetes Altmaterial entsorgt werden muss. Nach ausgiebiger Diskussion wurde die Ausschreibung einstimmig beschlossen.

Die zusätzliche Sanierung der Stichstraße (ehemalige K 67) zur Firma Peki wird etwa 30 000 Euro kosten. Da Peki bereit ist, einen Teil dieses Abschnitts als Parkfläche zu erwerben, könnte sich dieser Betrag für die Gemeinde um rund 10 000 Euro mindern. Die Vergabe für diesen Ausbauabschnitt wurde mehrheitlich bei drei Neinstimmen beschlossen.

Noch keinen Vergabebeschluss gibt es für die Erschließungsstraße im oberen Bereich des Gewerbegebiets. Zunächst soll Bürgermeister Mergens klären, wann mit der dafür zugesagten Landesförderung zu rechnen ist. Nach Angaben von Planer Bach ist der Ausbau des 600 Meter langen Abschnitts je nach Konstruktion der Randeinfassungen mit rund 237 000 oder 183 000 Euro zu veranschlagen.

Schnell einig war sich der Rat über einen Namensvorschlag für die entstehende Hallensportanlage: Osburger Hochwaldhalle soll der Bau einmal heißen. Die Entscheidung über diesen Vorschlag liegt nun beim Verbandsgemeinderat Ruwer.

EXTRA ABGESAGTE GEWERBESCHAU



In einer Stellungnahme betonte Bürgermeister Werner Mergens das traditionell gute Verhältnis zwischen der Gewerbevereinigung Osburger Hochwald und der Ortsgemeinde. Durch die Berichterstattung zur Absage der Gewerbeschau sei dieses Verhältnis in ein schiefes Licht geraten, das nicht der Realität entspreche. Anders als vom Vorstand der Vereinigung dargestellt, habe er keine Zusage gegeben, die Straßen noch vor dem Gewerbeschautermin fertigzustellen. Er habe in der vorletzten Mitgliederversammlung jedoch versprochen, dass der Zubringer von der K 67 zum Gewerbegebiet noch in diesem Jahr fertig ausgebaut werde. f.k.