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Bald soll das Wasser wieder fließen

Bald soll das Wasser wieder fließen

6000 Euro soll die Reparatur des Augustinusbrunnens kosten. Die Hälfte will der Ortsgemeinderat Tarforst übernehmen - diesen Beschluss hat das Gremium in der letzten Sitzung vor der Sommerpause gefasst.

Trier-Tarforst. Ortsvorsteher Werner Gorges (CDU) fand es nicht mehr als richtig, dass auch der Tarforster Ortsbeirat über die geplante Kita im Filscher Neubaugebiet BU 13 "Im Freschfeld" zu befinden habe. Also stand dieser Punkt auf der Tagesordnung der Ratszusammenkunft am Dienstag im Funktionsgebäude am Kunstrasenplatz.
Durchaus könnte der Kindergarten auch von Tarforster Kindern besucht werden, betonte der Ortsteilchef. Außerdem: "Filsch alleine wird die 133 Plätze nicht füllen können", so seine Prognose. Es sei nicht nur eine Kita für Filsch (der TV berichtete), unterstrich Wolfgang Schaab (FDP). Und Marco Marzi (SPD) empfahl bei dem Thema, nicht in trennenden Grenzen zu denken: "Das wäre totaler Schwachsinn." Die Grünen im Rat, vertreten durch Gudrun Backes, meldeten sich so zu Wort: "Wir hier oben sollten alle zusammenarbeiten."
Den Baubeschluss der Verwaltung nahm der Rat zustimmend zur Kenntnis. Mit dem Kita-Gebäude verwirklicht die Stadt einen Raum für die Belange des Filscher Stadtteils, Beispiel Ortsbeiratssitzungen, Wahlen, sonstige Aktivitäten, etwa von Vereinen. Die Verwaltung trägt damit dem Missstand Rechnung, dass es einen öffentlichen Raum für diese Zwecke nicht gibt.
So ein Raum würde auch Tarforst gut zu Gesicht stehen, gab Wolfgang Schaab unumwunden zu. Werner Gorges berichtete von seinem Vorstoß in Filsch, den Raum größer zu gestalten, etwa für Belange aus Tarforst. "Dann hätten wir uns natürlich an den Mehrkosten beteiligen müssen", sagte Detlef Schieben (SPD). Doch so weit kam es überhaupt nicht, weil, so Werner Gorges, neue Pläne eine Zeitverschiebung von mindestens einem dreiviertel Jahr und außerdem auch Mehrkosten bedeutet hätten.
Gorges will versuchen, in nicht belegten Zeiten eine Nutzung für Tarforst zu verhandeln. Detlef Schieben war zu der Kita aufgefallen, dass die Stadt das Projekt auf Pump 40 Jahre lang abbezahle: "Das hinterlassen wir unseren Enkeln."
Um weitaus weniger Geld, nämlich 3000 Euro aus dem Stadtteilbudget, ging es bei den Beratungen über den Augustinusbrunnen, den, so Wolfgang Schaab, "fast keiner kennt". Seit vielen Jahren habe der Brunnen kein Wasser gesehen, sagte Gorges und bezifferte die damaligen Baukosten auf 100 000 Mark.
Der Brunnen befindet sich hinter dem Einkaufszentrum an der Kohlenstraße.
Werner Gorges berichtete von seinem wiederholten Vorstoß bei der Stadt, den Brunnen wieder in Gang zu setzen. Dies sei für 6000 Euro zu machen, hatte er beim zuständigen Fachamt erfahren. Mit einstimmigem Beschluss deckelte der Rat seinen Anteil auf 3000 Euro, wobei die Folgekosten nicht dem Ortsbeirat zur Last fallen dürften.
Vielleicht komme die Verwaltung gar mit 3000 Euro aus, schätzte Gorges, und Wolfgang Schaab ergänzte, weil schließlich nur die Wasserführung nicht funktioniere. Beim Brunnen "haben wir den Mund spitzt gemacht, also müssen wir auch pfeifen", untermauerte Detlef Schieben die Haltung der SPD-Fraktion, zumal Gelder hierfür vorhanden seien.