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Barrierefreie Wohnungen geplant

Barrierefreie Wohnungen geplant

Die geplante Mietpreisbremse war eines der großen Themen beim Jahrestreffen der Bau- und Vermietungsgenossenschaft. Obwohl Kritik an der Mietpreisbremse und hohen Baukosten laut wurde, plant die Gesellschaft für das kommende Jahr neue Projekte. Dabei sollen auch barrierefreie Wohnungen entstehen.

Trier. Noch ist die Mietpreisbremse für Trier nicht beschlossen, doch die Bau- und Vermietungsgenossenschaft (BVT) würde am liebsten ganz darauf verzichten. "Die Mietpreisbremse könnte sich als Investitionsbremse erweisen", sagt Vorstand Albrecht Huber.
Qualifizierter Mietpreisspiegel


Neben der Kritik gibt es beim viel besuchten Jahrestreffen am Dienstag aber auch gute Nachrichten: Die Stadt Trier hat die Erstellung eines qualifizierten Mietpreisspiegels in Auftrag gegeben. Ein solcher Preisspiegel, der die ortsüblichen Mietpreise aufzeigt, sei laut Huber notwendig, um Maßnahmen wie die Mietpreisbremse überhaupt korrekt anwenden zu können. Die BVT leistet neben anderen Wohnungsunternehmen deshalb auch einen finanziellen Beitrag zur Erstellung des Mietpreisspiegels.
Eine gute Zusammenarbeit erhofft sich die Gesellschaft auch von dem neuen Baudezernenten der Stadt, Andreas Ludwig, der ebenfalls zu dem Treffen gekommen ist. Ludwig lobt die Arbeit der BVT und überreicht einen Mitgliedsantrag. "Ein symbolisches Zeichen der Verbundenheit", sagt Ludwig. Angst vor Befangenheit habe er nicht, er könne das sehr gut voneinander trennen.
Für das kommende Jahr plant die BVT mehrere Neubauten. Dafür würde man gerne auch Grundstücke in Tarforst von der Stadt erwerben und hoffe auf den Zuschlag, so Aufsichtsrat Wolfgang Petry. Daneben gebe es Pläne, auf bereits bebauten Grundstücken der Gesellschaft wie etwa dem Maarviertel weitere Gebäude zu bauen.
Dabei sollen nach den jetzigen Plänen auch neunzehn barrierefreie Wohnungen entstehen, zwei davon rollstuhlgerecht. "Es ist eine Herausforderung, behindertengerecht zu bauen, doch es wird immer wichtiger", sagt Petry. "Viele Menschen wünschen sich auch im Alter in ihrem Wohnviertel bleiben zu können. Dafür brauchen sie aber die passenden Wohnungen."
Für aktuelle Projekte und die aus dem vergangenen Geschäftsjahr zog die Genossenschaft eine positive Bilanz. Neben der energieeffizienten Sanierung von insgesamt 44 Wohnungen in der Hohenzollernstraße 6-16 wird seit 2015 das Wohngebäude Am Weidengraben 48-50-52 komplett überarbeitet. Danach seien erst einmal keine größeren Sanierungsmaßnahmen mehr geplant, sagt Huber. lekr
Extra

Für das Geschäftsjahr 2014 verzeichnet die Bau- und Vermietungsgenossenschaft einen Bilanzgewinn von 92 000 Euro. Wie in den Jahren zuvor werden davon etwa 37 000 Euro an die Mitglieder der Wohnungsbaugesellschaft ausgeschüttet; dies entspricht einer Dividende von etwa vier Prozent. Das restliche Geld dient als Rücklage. Der Rechtsanwalt Norbert Feder und der Steuerberater Marco Wolf wurden erneut in den Aufsichtsrat gewählt. lekr