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Bauarbeiten für integratives Schulprojekt Schweich im Zeitplan

Bildung : 2022 soll alles bereit sein für die Schüler

Die Bauarbeiten für das integrative Schulprojekt in Schweich liegen im Zeitplan. Und es wird bisher nur unwesentlich teurer als geplant.

Es tut sich etwas auf der Baustelle für das Integrative Schulprojekt in Schweich. Die Arbeiten für den gemeinsamen Neubau für die Trevererschule und die Schweicher Grundschule zwischen der Bahnhofstraße und der Kreisstraße 39 neu sind voll im Gange und liegen nach Auskunft der Kreisverwaltung Trier-Saarburg im Zeitplan. Die Bürgermeisterin der Verbandsgemeinde Schweich, Christiane Horsch, Vorsteherin des zuständigen Zweckverbands Integratives Schulprojekt Schweich, sowie Landrat Günther Schartz als stellvertretender Verbandsvorsteher waren vor Ort auf der Baustelle, um sich einen Eindruck vom Baufortschritt zu machen. Auch die Leitungen und Elternvertreter der beiden Schulen besichtigten die Baustelle.

 Das Schulprojekt entsteht in gemeinsamer Trägerschaft des Landkreises für die Treverer-Schule, bei der es sich um eine Förderschule handelt, und der Verbandsgemeinde für die Grundschule. Das umfangreiche Bauvorhaben ist dem Gedanken der Inklusion verpflichtet. Rund 440 Kinder werden später in der gemeinsamen Bildungseinrichtung unterrichtet.

 Die Bauarbeiten haben im August 2019 begonnen. Der Neubau des Gebäudeensembles für die Förderschule und die Grundschule umfasst fünf Bauteile. Bereits seit Januar steht der Rohbau des Therapiebades und damit das Bauteil vier. Bauteil zwei umfasst eine Unterrichts-/Inklusionsabteilung. Dort sind die Rohbaubauarbeiten ebenfalls nahezu abgeschlossen. Beim Bauteil drei handelt es sich um Räume einer weiteren Unterrichts-/Inklusionsabteilung. Dort werden aktuell die Wände des Obergeschosses errichtet. Bauteil eins umfasst Foyer und Mensa. Dort wird zurzeit die Bodenplatte hergestellt. Für das Bauteil fünf – die Dreifeldsporthalle – wurde mit den Erdarbeiten einschließlich der Bodenverbesserung begonnen.

 Für die weitere Umsetzung des Bauprojektes sind weitere Aufträge vergeben worden, so zum Beispiel die Gerüstbau- und Dachabdichtungsarbeiten sowie der Bau der Aufzüge, die Fassadenarbeiten, die Leichtmetallarbeiten sowie die Anlagen für die Regulierung der Raumluft. Damit sind bislang rund 57 Prozent des Bauvolumens mit Planungs- und Baugewerken beauftragt.

Die Bauzeitenplanung sieht vor, dass bis zum Jahresende 2020 die Rohbauarbeiten für alle Bauteile weitgehend abgeschlossen sein werden. Nach Errichtung der einzelnen Gebäudeteile stehen jeweils die Dachabdichtungsarbeiten an, mit denen ebenfalls bereits begonnen wurde. Der Einbau von Fenstern und Türen ist ab Herbst 2020 vorgesehen. Danach werden die Ausbaugewerke wie zum Beispiel die technische Gebäudeausrüstung und die vielfältigen Innenarbeiten folgen. Insgesamt sieht der Zeitplan für die Bauarbeiten rund drei Jahre vor. Demnach sollen die Gebäude nach der derzeitigen Planung im Sommer 2022 bezugsfertig sein, so dass der Umzug der Treverer-Schule und der Grundschule Schweich in die neuen Schulgebäude dann in den Sommerferien erfolgen könnte.

 Die Kosten für den Bau der beiden Schulen sollen laut der Kostenberechnung aus März 2017 rund 39,33 Millionen Euro betragen. Aufgrund der bisher vergebenen Planungs- und Bauaufträge werden diese Gesamtkosten aktuell um rund 2,5 Prozent überschritten. Bei den darin enthaltenen Bauaufträgen liegt die Überschreitung derzeit bei etwa sechs Prozent. Dies wird auf die in den vergangenen drei Jahren erheblich gestiegenen Baupreise zurückgeführt. Die zwischenzeitlich bewilligte Schulbauförderung des Landes liegt bei rund 13,8 Millionen Euro und damit bei gut einem Drittel der Gesamtkosten. Für die Wärmeversorgung erhält das Gebäudeensemble einen Eisspeicher mit Wärmepumpen sowie Luft- und Wärmekollektoren. Die Anlage wird von der Europäischen Union über den Europäischen Fonds für regionale Entwicklung (EFRE) mit rund 700 000 Euro und damit mit 50 Prozent der Kosten gefördert.

Die Treverer Schule mit dem Förderschwerpunkt motorische Entwicklung, die sich momentan noch in der Stadt Trier befindet, wird am neuen Standort nach Angaben der Kreisverwaltung Trier-Saarburg etwa 80 Schulplätze bieten. Die Schweicher Grundschule mit dem bisherigen Standort „Am Bodenländchen“ werden rund 360 Kinder besuchen. Für die Realisierung des Schulprojektes ist ein Zweckverband gegründet worden, der die Aufgabe hat, das Gebäudeensemble für die beiden Schulen zu errichten. Verbandsmitglieder sind die beiden Schulträger, das heißt der Kreis Trier-Saarburg und die Verbandsgemeinde Schweich.