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Baugesellschaft investiert 19 Millionen

Baugesellschaft investiert 19 Millionen

Auf ein weiteres erfolgreiches Geschäftsjahr blicken Vorstand und Aufsichtsrat der Wohnungsbau und Treuhand AG Trier (gbt) zurück. In den kommenden vier Jahren wollen sie rund 19 Millionen Euro in die Instandhaltung ihrer Wohnungen Im Schammat und im Weidengraben stecken.

Trier. Die Finanz- und Wirtschaftskrise hat sich auch auf das Wirtschaftsjahr 2009 der Wohnungsbau und Treuhand AG (gbt) ausgewirkt - allerdings nicht im negativen Sinne. Gerade in unsicheren Zeiten steige die Nachfrage nach Immobilien, bestätigen die Vorstandsmitglieder Stefan Ahrling und Burkard Eckloff. So trieb die gbt das Projekt Herz-Jesu-Garten mit 49 Miet- und 78 Eigentumswohnungen in Trier-Süd voran. 30 Wohnungen in der Nikolausstraße wurden bezogen, und auch der Bau der Eigentumswohnungen in den Ellipsen ist abgeschlossen. Insgesamt wickelte die gbt ein Bauvolumen von 8,65 Millionen Euro ab, was sich bei den Umsatzerlösen niederschlägt.

"Wir haben ein ganz erfolgreiches Jahr hinter uns gebracht", stimmte Vorstandssprecher Ahrling die Aktionäre in der Hauptversammlung im Hotel Golden Tulip in Trier auf den Jahresbericht ein, "gleichwertig mit 2008". Die gestiegenen Mieteinnahmen seien nicht allein den regulären Mieterhöhungen geschuldet, sondern insbesondere neu gebauten Mietwohnungen, die nun im Anlagevermögen aufgegangen seien, sagte Ahrling. Auf rund vier Millionen Euro beliefen sich die Umsatzerlöse durch den Verkauf von Immobilien, die 2009 ihren Eigentümern übergeben worden seien - Hauptanteil hatte der Herz-Jesu-Garten.

"Wir nutzen unser Kapital, um unseren Immoblilienstand nach vorne zu bringen", sagt Ahrling. Rund 4,5 Millionen Euro hat die Wohnungsbau-AG 2009 in Abstimmung mit dem Aufsichtsrat in die Bestandsverbesserung gesteckt - zum Vorteil der Mieter, wie der Vorstandssprecher betonte. Allein 2,5 Millionen Euro flossen in die energetische Sanierung. 2010 bis 2014 will die gbt jährlich 4,75 Millionen Euro in die Wohnungen in Schammat und Weidengraben investieren. "Die Energiekosten werden mittelfristig steigen", prognostiziert Ahrling. "Wir wollen so steigende Nebenkosten auffangen."

Die gute Nachricht verkündete Ahrling zuletzt. Rund 627 000 Euro fließe in die Baurücklage, die nun bei rund 20 Prozent liege. In gleicher Höhe werde eine "kleine" Dividende ausgeschüttet, verkündete Aufsichtsratsvorsitzender Patric Fedlmeier. Das erfreute auch Oberbürgermeister Klaus Jensen, Mitglied im zwölfköpfigen Aufsichtsrat. Denn die Stadt - die weitaus meisten städtischen Wohnungen verwaltet die gbt - profitiert vom erfolgreichen Jahr der Wohnungsbaugesellschaft und erhält für ihren Aktienanteil von 37,64 Prozent (Hauptaktionär ist die Provinzial Rheinland Versicherung AG mit 61,41 Prozent) rund 231 000 Euro aus der Auszahlung der Dividende.