1. Region
  2. Trier & Trierer Land

Baustelle am Markusberg bleibt noch bis April

Baustelle : Baustelle am Markusberg bleibt noch bis April

Die Straße Markusberg nahe der Mariensäule ist derzeit nur für Fußgänger und Radfahrer überquerbar. Einige der betroffenen Anwohner haben sich beim TV gemeldet und gefragt, wann die am 14. Dezember begonnenden Baumaßnahmen, die sich in erster Linie von der Hausnummer 10a bis zum Café Mohrenkopf erstrecken, weitergehen.

Wie lange werden sie dauern – und was genau wird dort eigentlich gebaut?

Die städtische „Ausgleichsmaßnahme Mohrenkopf“, die als „teilweiser Ausgleich“ für den Bau des SWT-Energie- und Technikparks am Trierer Grüneberg dient, wird nach derzeitigem Planungsstand und in Abhängigkeit der Witterung bis April 2021 andauern. Das hat die Stadtverwaltung mitgeteilt. Je nach Wetter sollen die Arbeiten am Montag, 11. Januar, fortgeführt werden. 

Zwei Bereiche werden in dem Projekt umgesetzt: Die Gewässerrenaturierung im Bereich einer Quelle auf dem Mohrenkopf besteht aus einer Sanierung der Quellfassung, um einen kontinuierlichen Zufluss zu gewährleisten. Außerdem soll im Bereich der gepflasterten Oberfläche saniert werden, um einen gezielten Überlauf/Zulauf des Quellwassers in das renaturierte Gewässer zu gewährleisten.

Hinzu kommt der Bau einer Straßenquerung durch Herstellung einer ein Meter breiten Kastenrinne. Zuletzt wird die Gewässerrenaturierung durch Anlegung eines naturnahen Gewässerverlaufs komplettiert.

Teil zwei der Ausgleichsmaßnahme Mohrenkopf ist der natur- und artenschutzrechtliche Teil der Gesamtmaßnahme. Er besteht aus der Errichtung einer Amphibienleit-Einrichtung inklusive Bau von zwei Straßendurchlässen.

Die aktuell geschätzten Kosten für das Projekt betragen laut Stadtverwaltung 300 000 Euro. Maßnahmenträger ist die Stadt Trier. Zahlungsträger hingegen sind mehrere Akteure. Da es sich um eine Ausgleichsmaßnahme für den SWT-Energie- und Technikpark handelt, werden die Stadtwerke einen großen Anteil der Finanzierung übernehmen. Zudem kommt die Struktur- und Genehmigungsdirektion als Fördergeber für den Bereich Gewässerrenaturierung ins Spiel. Auch die Stiftung Natur und Umwelt wird den naturschutzrechtlichen Bereich (die Amphibienleit-Einrichtung) mit einem Betrag unterstützen.