Baustelle mit Spätzünder-Effekt
Kürzlich ist mit dem Bau der Zusatzspur auf der B 51 zwischen Hohensonne und Neuhaus begonnen worden. Das 820 Meter lange Stück soll im Herbst fertig sein, aber erst Ende 2008 in Betrieb gehen.
Hohensonne/Neuhaus. Die B 51 zieht sich auf dem Teilstück vom Gewerbegebiet Sirzenich bis zur Abfahrt Newel wie "Kaugummi", insbesondere bei zähflüssigem Verkehr. Und den gibt es auf der "Bitburger" mit ihren mehr als 20 000 Fahrzeugen in 24 Stunden bekanntlich häufiger. Erst in Höhe von Newel, an einer Steigungspassage, können dank einer dritten Spur schnellere Fahrzeuge überholen. Ab September dieses Jahres soll nun auch zwischen Neuhaus und Hohensonne in Fahrtrichtung Bitburg auf 820 Metern Länge eine Überholspur zur Verfügung stehen. Kreuzungsfreie Anbindung für Neuhaus
Mit dem Bau ist erst vor wenigen Tagen begonnen worden. Für den Verkehr freigegeben wird der Zusatzstreifen allerdings nicht mit der Fertigstellung, sondern erst Ende 2008, wenn auch die kreuzungsfreie Anbindung mit dem Bau einer Brücke in Neuhaus über die Bühne gegangen ist. Das Gleiche gilt übrigens auch für die jüngst fertig gestellte dritte Spur in Fahrtrichtung Trier zwischen Neuhaus und dem Sirzenicher Gewerbegebiet. Nach Mitteilung des Landesbetriebs Mobilität (LBM) Trier gehört zur aktuellen Baumaßnahme mit dem einseitigen Anbau an die B 51 auch das Abfräsen der alten Deckschicht. Weil zwölf Zentimeter weggenommen und rund 20 Zentimeter neu aufgebaut werden, wird die Straße "wachsen". Die Zusatzspur muss noch bis zu sechs Meter hoch aufgeschüttet werden. Dazu wird Abraum aus einem Steinbruch bei Kersch verfüllt. Im oberen Baustellenbereich Richtung Neuhaus wird eine rund sieben Meter hohe Drahtgitterwand hochgezogen, um die Straße zur Böschung hin zu sichern. Die Ausschreibung mit Baukosten von rund 1,5 Millionen Euro umfasst die gesamten Erd-, Entwässerungs- und Oberbauarbeiten. Um die Wassermassen bei starken Niederschlägen zurückzuhalten, wird ein Regenrückhaltebecken gebaut. "Wenn alles gut geht, werden die Autofahrer keine Staus mehr durch Ampelbetrieb befürchten müssen", sagt der Polier der mit den Bauarbeiten beauftragten Firma Schnorpfeil. Wenn es doch nötig sein sollte, dann höchstens kurzfristig bei der Verlegung von Wasserdurchlässen unter der Straße. Im Herbst geht es in nächster Nachbarschaft weiter. Dann startet der kreuzungsfreie Ausbau der B 51 in Neuhaus. Auch hier sind Zusatzfahrstreifen geplant; ferner soll die Gemeindestraße verlegt werden.