Bedrohung von außen

TRIER. (red) Das Geschäftsjahr 2005 sei in jeder Hinsicht ein sehr gutes Jahr der Bau- und Vermietungsgenossenschaft Trier (BVT). Der Jahresüberschuss ist um 29 Prozent auf 600 000 Euro gesteigert worden.

Ein Leerstand von Wohnungen sei so gut wie nicht vorhanden. In der Mitgliederversammlung ging der Vorsitzende des Vorstandes, Albrecht Huber, auf den vermehrt vorkommenden Verkauf ganzer Wohnbestände an ausländische Investorengruppen ein. Es stünde der deutschen Wohnungswirtschaft ein grundlegender Wandel bevor, denn das Ziel dieser Fonds könnte nur die Maximierung der Gewinne sein. Die Kapitalgeber würden nicht mit 3,4 Prozent Eigenkapitalverzinsung wie bei der BVT zufrieden sein. Dadurch würde eine langfristig angelegte Bewirtschaftung der Wohnungsbestände durch eine kurzfristige Erhöhung der Renditen ersetzt werden, also entweder würden die Mieten erheblich erhöht, oder die Bestandspflege entsprechend vermindert. Was aber aus den Mietern und auch aus den Stadtquartieren wird, wenn die Investoren größere Renditen erzielen können, sei zum gegenwärtigen Zeitpunkt überhaupt noch nicht abzusehen. Inwieweit sich der Verkauf von größeren Wohnungsbeständen auch in Trier bemerkbar machen würde, bliebe abzuwarten. Es stehe aber fest, dass die Geschäftspolitik der BVT in völligem Gegensatz zu einer solchen Entwicklung stehe. Der Auftrag der BVT sei es, den Mitgliedern auf der Grundlage des genossenschaftlichen Förderauftrags ein größtmögliches Maß an wirtschaftlichen, sozialen und demokratischen Vorteilen zu bieten. Auf diese Weise setze die Genossenschaft der Gewinnmaximierung dieser Fonds den maximalen Vorteil für Ihre Mitglieder entgegen, denn dieser besteht nicht nur aus einer Dividende. Dementsprechend stehe für die BVT fest, dass erzielte Überschüsse mit Ausnahme der vier Prozent Dividende auf die Geschäftsanteile ausnahmslos und in voller Höhe zurück in die Genossenschaft fließen.