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Begegnung mit Fremden, Schwachen und Ungewohntem

Begegnung mit Fremden, Schwachen und Ungewohntem

Die Hausnummer 1 a ist Symbol und Programm: Am Dietrich-Bonhoeffer-Gymnasium ist das neue Haus des sozialen Lernens eingeweiht worden. Am Samstag, 15. November, von 10 bis 16 Uhr steht es Interessierten, die die Schule kennenlernen möchten, offen.

Schweich. Viele Jahre hat der Hausmeister das hellblaue Haus auf dem Schulgelände bewohnt. Mit Aufhebung der Residenzpflicht ist es nun mit den Fördergeldern aus dem Schulverein zu einem Haus des sozialen Lernens umstrukturiert worden. Von hier aus koordinieren Schulsozialarbeiterin Andrea Hüfner und der Leiter des Fachbereichs Soziales Lernen, Christian Treinen, die vielen Initiativen, Aktionen und Arbeitsgemeinschaften: von der Streitschlichtung und Schulsozialarbeit im Umgang mit Mobbing und Cybermobbing bis hin zu den langjährigen Kooperationen mit dem Altenheim St. Josef und der Levana-Förderschule, vom Easi- und Suchtpräventionsprojekt bis zur Initiative Schule-mit-Courage und den Tagen der Vielfalt und Toleranz.
"Diakonisch-soziales Lernen geht als Element der Persönlichkeitsbildung grundsätzlich alle Fächer an und bietet Chancen für einen bewusst fächerübergreifenden und -verbindenden Unterricht", betonte Schulleiter Gerhard Deussen bei der Eröffnung vor Gästen aus Politik, Kirche und Gesellschaft.
Innerschulisch gehe es dabei um Erfahrungslernen. Außerschulisch rücke die Begegnung mit dem Fremden, dem Ungewohnten, den Schwachen, Alten und Kranken in den Mittelpunkt. Bildung, betonte der Schulleiter, sei immer am ganzen Menschen orientiert und nicht nur aus der Perspektive der Anforderungen von Wirtschaft und Gesellschaft zu sehen.
"Uns ist gelingendes Miteinander von Anfang bis Ende ein Wert." Menschlichkeit und Offenheit im Miteinander, das sei kein Ziel, sondern ein Weg, der Persönlichkeiten präge. "Mit diesem neuen Haus des sozialen Lernens versuchen wir, die Werte umzusetzen, denen wir uns als Dietrich-Bonhoeffer-Gymnasium verpflichtet fühlen." Nach der Schlüsselübergabe und dem vereinten Knüpfen eines Netzes wurde das Haus von Pfarrer Thomas Luxa, Assessor des Kirchenkreises Trier, und dem Schweicher Pfarrer Ralph Hildesheim eingesegnet. Die Musik machten die Schüler. sbn