Begegnungsraum für Jung und Alt

Begegnungsraum für Jung und Alt

Dass Werner Persy mit seinem Rollator wieder problemlos zum Gottesdienst gehen kann, verdankt der 91-jährige Bekonder Künstler der neuen Platzgestaltung vor der Pfarrkirche St. Clemens. Keine Stufen erschweren mehr seinen Gang, wenn er zu seinen Gemälden des Kreuzweges gehen will, die Persy für die Dorfkirche gemalt hat.

Bekond. Zur Einweihung des neugestalteten Platzes vor der Bekonder Pfarrkirche kamen neben Künstler Werner Persy viele andere Gäste und auch bekannte Politiker. Bei Sonnenschein lauschten sie nach der Fronleichnamsprozession dem fröhlichen Gesang des Kinderchores und den Liedern, die der Musikverein Bekond zum Besten gab.
Während Ralph Hildesheim, Pfarrer und Leiter der Pfarreiengemeinschaft Schweich, und der Kooperator Richard Atchadé den Platz mit Weihwasser einsegneten, nahmen viele junge und alte Gäste die neuen, modernen Sitzmöbel in Beschlag.
Ein barrierefreier Begegnungsraum für Jung und Alt sollte entstehen, so das Motto des Planungsauftrages für Dirk Thiex vom Ingenieurbüro igr AG und den Architekten Hans Müller. Wie wurde er planerisch umgesetzt? Auf dem 700 Quadratmeter großen Platz, der früher eine schmucklose Teerdecke hatte, wurde ein rötliches Betonsteinpflaster von der Firma Lehnen verlegt. Es harmoniert mit den rötlich-braunen Fenstereinrahmungen der Pfarrkirche. Platanen wurden gepflanzt, um den Platz zu begrünen und als Ruhezonen vier moderne Bänke installiert. So ist eine ansprechende Begegnungsstätte ohne großen pflegerischen Aufwand entstanden.
Auch Ortsstraßen neu gestaltet


Aber nicht nur der Kirchenvorplatz wurde neu gestaltet, sondern auch einige Ortsstraßen. Die Asphaltdecken der Kirchstraße, der Bergstraße, der Pfarrer-Alten-Straße und Teile des Mehringer Weges wurden teilweise komplett erneuert. Die Kanäle wurden neugemacht und die Straßenlaternen mit neuester LED-Technik ausgestattet. Ganze 14 Monate lang dauerten die Bauarbeiten - ein bauliches Mamutprojekt. Für die Anwohner eine lange Zeit mit viel Dreck, Krach und weiten Umwegen, die zu fahren waren. "Es hat sich aber keiner von uns darüber beschwert, wir wussten ja, dass unser Dorf schöner wird", so sagt es Anneliese Görgen, eine beherzte Bekonderin. Und dass es schöner geworden ist, das kann jeder sehen. Ortsbürgermeister Paul Reh drückt es in seiner Rede so aus: "Die Ortsgemeinde kann stolz sein. Die Kirchstraße und der Kirchplatz sind ein Schmuckstück geworden und aus dem Dornröschenschlaf erwacht."
Das umfangreiche Bauprojekt, gemeinsam geschultert von der Orts- und der Kirchengemeinde, wurde also erfolgreich zu Ende gebracht.
Die Gesamtbausumme für alle Projekte (Straßenausbau, Kanal und Wasser, Begegnungsstätte) beläuft sich auf 1,6 Millionen Euro.
112 300 Euro bekam die Kirchengemeinde für die Vorplatzgestaltung von der Lokalen Aktionsgruppe Mosel (siehe Extra).Extra

Kosten Straßenausbau: 670 000 Euro Anteil Gemeinde: 165 000 Euro Zuschuss Landesverkehrsfinanzierungsgesetz - Kommunale Gebietskörperschaften (LVFGKom): 103 000 Euro Kosten Kanal und Wasser: 700 000 Euro Kosten Begegnungsstätte: 242 000 Euro Anteil Lokale Aktionsgruppe(LAG) Mosel: 112 300 Euro Anteil Bistum: 57 000 Euro Anteil Ortsgemeinde 10 000 Euro Anteil Stiftung des Landkreises Trier-Saarburg: 7500 Euro Anteil Kirchengemeinde 42 700 Euro Zuschussantrag an die Verbandsgemeinde Schweich: 12 500 Euro Gesamtbausumme für alle drei Projekte: 1,6 Mio Euro. sj