Bei der ADAC-Rallye steht ganz Klüsserath Kopf

Motorsport : Bei der ADAC-Rallye steht ganz Klüsserath Kopf

Rennautos düsen einen Tag lang durch die Weinberge rund um Trittenheim, Klüsserath und Neumagen-Dhron. Viele ehrenamtliche Helfer werden diesen Tag so schnell nicht vergessen.

Was für ein Tag für die Gemeinde Klüsserath, die Feuerwehr, die Tanzgruppe und die neue Weinkönigin Sophie: 80 Feuerwehrleute, die Jugendwehr, deren Eltern, die Tanzgruppe Klüsserath, die dazu noch ihr Jubiläum feierte, malochen in den Weinbergen und später im Festzelt. Die ADAC-Rallye Deutschland, die am Freitag zweimal eine Wertungsprüfung in den Weinbergen rund um Trittenheim, Klüsserath und Neumagen-Dhron absolvierte, hatte das ganze Dorf auf den Kopf gestellt.

Seit morgens halb sieben, sagen Michael Heinsdorf und Thomas Porten, seien sie und ihre Kollegen bereits auf den Beinen. Zuschauerlenkung, Parkplätze einweisen, darauf achten, dass keiner der vielen Tausend Rallyefans die vorgeschriebenen Sicherheitszonen verlässt. „Das wird wohl ein 14-Stunden-Tag heute“, sagen beide. Denn die Rallye-Autos, und damit die Fans aus aller Welt, kommen gleich zweimal an diesem heißen August-Tag in die Weinberge rund um Klüsserath.

Einmal am frühen Vormittag, das zweite Mal am späten Nachmittag. Viele Fans, vor allem aus Skandinavien und aus Estland, woher WM-Spitzenreiter Ott Tänak kommt, hatten in kleinen provisorischen Zelten in den Wingerten übernachtet.

„Im Prinzip ist heute das ganze Dorf auf den Beinen und hilft“, sagt Thomas Porten. Muss wohl auch so sein, denn größer könnten die Herausforderungen nicht sein: Tagsüber Rallye, abends Weinfest und danndas 50-jährige Bestehen der Winzer-Tanzgruppe. Und schließlich auch noch die Krönung der neuen Klüsserather Weinkönigin Sophie.

 „Bisschen viel auf einmal heute, oder?“ will der TV-Reporter wissen. „Doch der junge Mann gibt sich ganz entspannt: „Lieber einmal Ramba-Zamba und dann richtig. Aber dann hast Du es hinter Dir.“

Thomas Porten ist Leiter der Zuschauerlenkung. Aus seinem „Walkie-Talkie“ quasselt es unentwegt. Er ist der König des Multitaskings an diesem Tag. Viele Fans, die auf dem Weg zu den besten Zuschauerpunkten sind, halten an und fragen bei den beiden Ortskundigen nach. Thomas und Michael helfen gerne. „Das ist Voraussetzung, dass man in dem Durcheinander die Übersicht behält. Sonst wird das nix“, sagen beide.

Porten kennt quasi jeden Rebstock, ist seit Wochen und Monaten in die Vorbereitung der Zuschauer­lenkung mit Abschnittsleiter Helmut Weyer eingebunden. „Die wollen, dass Leute vor Ort sind, die sich auskennen. Keine Helfer aus Klubs, die von irgendwoher aus Deutschland kommen.

Am frühen Abend, wenn das letzte Rallyeauto und der letzte Fan verschwunden sind, wartet die nächste Baustelle auf die Männer und Frauen der Klüsserather Feuerwehr, der Tanzgruppe und anderer Ortsvereine.

Dann heißt es: „Auf zum Weinfest“. Das haben sich alle verdient.

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