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Bei der Beschäftigung von Ausländern läuft alles glatt

Bei der Beschäftigung von Ausländern läuft alles glatt

Die Initiative sorgte seinerzeit für große Aufregung: Am 23. Februar 2000, heute vor zehn Jahren, kündigte der damalige Bundeskanzler Gerhard Schröder die Einführung einer Greencard an, um ausländische Spezialisten ins Land zu locken. Wie sieht die Lage in der Region heute aus?

Trier. (itz) Trotz der hohen Arbeitslosigkeit in Deutschland können 16 Prozent der Firmen offene Stellen nicht besetzen: Das geht aus einer Umfrage des Deutschen Industrie- und Handelskammertages (DIHK) hervor, die auf 20 000 Unternehmensantworten basiert. DIHK-Präsident Ludwig Georg Braun sieht auch die Politik in der Pflicht: "Eine Erweiterung der Zuwanderungsregeln sollte ganz oben auf der Agenda stehen."

Bereits vor zehn Jahren unternahm die die damalige rot-grüne Bundesregierung mit der sogenannten Greencard einen ersten Vorstoß. Zeitlich befristet sollten Fachkräfte aus dem Ausland angeworben werden, um dem Fachkräftemangel in einzelnen Branchen abzuhelfen.

Mit dem Zuwanderungsgesetz aus dem Jahr 2004 erhielten hochqualifizierte Ausländer das Recht, sich unter bestimmten Voraussetzungen in der Bundesrepublik niederzulassen. In Trier und Umgebung scheint es bei der Beschäftigung von Ausländern derweil keine Probleme zu geben. Lothar Philippi von der Industrie- und Handelskammer Trier (IHK) zufolge gibt es zwar keine Zahlen, inwieweit die Unternehmen der Region von dieser Regelung Gebrauch machen. Seiner Einschätzung nach gibt es jedoch in der Praxis wenig Schwierigkeiten. "Die Mitgliedsunternehmen berichten uns nicht von Problemen bei der Einstellung qualifizierter, ausländischer Arbeitskräfte."

Heike Maria Lau, Pressesprecherin von JT International, erklärt, ihr Unternehmen beanspruche diese Regelung nicht. Meist würden die mit qualifizierten Ausländern zu besetzenden Stellen konzernintern und zeitlich befristet vergeben. "Uns geht es hierbei nur um den unternehmensinternen Wissensaustausch, und dazu brauchen wir diese Regelung nicht."

Auch Petra Müller von der luxemburgischen Firma Assist Relocation, die ausländische Arbeitnehmer im Firmenauftrag bei der Arbeitsaufnahme auch in Deutschland unterstützt, kennt keine Probleme im Zusammenhang mit der Beschäftigung von Ausländern.