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Bei Möbel Schmitz in Trier geht die dritte Generation an den Start.

Einzelhandel : Raum-Designer aus Leidenschaft

In dem 1955 gegründeten Unternehmen Möbel Schmitz in Trier geht die dritte Generation an den Start.

Weil 2020 für Urlaubsreisen kein gutes Jahr war, haben viele sich stattdessen auf die Verschönerung ihrer eigenen vier Wände konzentriert. Spürbar wurde dies unter anderem durch eine starke Nachfrage im Möbelhandel.

Auch bei Möbel Schmitz in der Trierer Saarstraße fanden sich im 65. Jahr seit Firmengründung die Kunden rege ein, berichtet Geschäftsführer Markus Schmitz. „Seit dem Lockdown im Dezember können wir allerdings unsere größte Stärke – die Beratung – nicht mehr voll ausspielen“, ergänzt er. Sobald der Laden wieder öffnen darf, möchte man wieder mit Wohnideen überzeugen. Frischen Wind bringen hierfür neue Marken im Sortiment und ein Generationswechsel.

 Im Studium sprang der Funke über Seit Januar 2021 ist nämlich Felix Schmitz in die Geschäftsführung eingetreten. Der 24-Jährige wird demnächst die Firma komplett von seinem Vater Markus (56) übernehmen und damit die dritte Generation im Familienunternehmen beginnen. Vorgezeichnet war dieser Berufsweg keineswegs, erzählt Felix Schmitz. In Kindheit und Jugend spielte die Überlegung, in den väterlichen Betrieb einzusteigen, noch keine große Rolle. Aber dann entschied Felix Schmitz sich für ein duales Studium an der Fachschule des Möbelhandels in Köln. Und da habe ihn während der praktischen Arbeit im Ausbildungsbetrieb die Leidenschaft gepackt. „Pläne habe ich schon immer gerne entworfen. Und dann mit einem Kunden ein Projekt zu planen, zu realisieren und die Freude zu spüren – das ist ein großartiges Gefühl“, beschreibt er.

Vater Markus Schmitz freut sich über die Begeisterung seines Sohnes und möchte ihm, nach einer kurzen Einarbeitungsphase, freie Hand lassen beim Lenken der Firma. „Ich stehe gerne mit Rat und Tat zur Seite, aber ich will seinen Zielen nicht im Weg stehen“, sagt er. Mit dieser Vorgehensweise habe er selbst gute Erfahrungen gemacht, als er seinerzeit das Geschäft von seinen Eltern, übernahm. Hildegard und Karl-Heinz Schmitz hatten das Möbelhaus 1955 gegründet, Markus Schmitz stieg 1985 ein. Er baute damals das Unternehmen in Richtung höherwertiger Marken mit intensiver Beratung aus. Damit habe sich Möbel Schmitz einen soliden Kreis an Kunden aufgebaut – insbesondere aus der Region, inklusive Luxemburg.

 Nachfrage nach Beratung ist groß Die Nachfrage nach Beratung und möglichst exakter Voraus-Planung hält an, ist Felix Schmitz überzeugt: „Vielen Kunden reicht es nicht, einfach ein Möbelstück zu kaufen und in die Ecke zu stellen. Sie möchten ihre Innenräume in einem klaren Design gestalten.“ In Zukunft möchte er ihnen dafür noch mehr Möglichkeiten bieten. Beispielsweise steht ein Ausbau der Service-Angebote auf dem Plan, die über den Internetauftritt von Möbel Schmitz abgerufen werden können. Auch der Einsatz von 3D-Simulationen spiele eine zunehmend wichtige Rolle.

Die Präsentation der Angebote im Laden in der Saarstraße wird aktuell modernisiert. Eine Etage zeigt sich bereits in der neuen, verschlankten Optik, die übrigen sollen zeitnah folgen.