Unternehmen: „Bei uns wird kein Geld geparkt“

Unternehmen : „Bei uns wird kein Geld geparkt“

Gemeinnützige Wohnungsgenossenschaft Trier 1922 präsentiert ihren Abschluss und nimmt sich für die Zukunft viel vor.

Seit fast einem Jahrhundert ist die Gemeinnützige Wohnungsgenossenschaft Trier 1922 eG (GeWoGe) ein Akteur auf dem Trierer Wohnungsmarkt.

Das Jubiläumsjahr in Sichtweite, legte die Genossenschaft ihre Zahlen für das Geschäftsjahr 2018 vor. Das Ergebnis ist positiv, obwohl erneut Investitionen getätigt wurden. „Bei uns wird kein Geld geparkt, wir investieren konsequent in Sanierung und Werterhaltung unserer Immobilien“, sagt GeWoGe-Vorstand Burkhard Eckloff.

Die Mitglieder trafen sich zur ordentlichen Mitgliederversammlung. Derart groß war der Andrang, dass der Saal aus allen Nähten zu platzen drohte und Aufsichtsratschef Bernhard Wittschier die Sitzung erst mit einer Viertelstunde Verspätung eröffnen konnte.

In seiner Begrüßung unterstrich er den Auftrag, dem sich die Genossenschaft in ihrer langen Geschichte verpflichtet fühlte und künftig gerecht werden wolle: „Wir haben treue und zufriedene Mieter, und wir wollen, dass das so bleibt.“ In insgesamt 116 Häusern werden in 746 Wohneinheiten rund 52 500 Quadratmeter Wohnraum vermietet, erläuterte Wittschier.

An Eckloff lag es dann, tiefer in die Materie einzusteigen und aufzuzeigen, auf welchem Gebiet die GeWoGe ihren Schwerpunkt legt. Mit durchschnittlich 50,65 Euro pro Quadratmeter habe man auch im Jahr 2018 wieder erheblich in die Instandhaltung und Sanierung von Wohnungen investiert.

Mit 391 3-Zimmer-Küche-Bad- sowie 172 4-Zimer-Küche-Bad-Wohnungen entfalle das Gros der Einheiten auf Objekte, für die es auf dem hiesigen Markt eine besonders große Nachfrage gebe.

Eckloff sprach von einer insgesamt „durchmischten Altersstruktur“. Vom jungen Single über die mehrköpfige Familie bis zum alleinstehenden Rentner versorge man Menschen mit bezahlbarem Wohnraum.

Der GeWoGe-Vorstand glaubt, dass mit dem Neubau von Balkonen – etwa in der Maximineracht in Kürenz oder der Hohenzollernstraße in Trier-Süd – nicht allein die Attraktivität, sondern auch der Wert der jeweiligen Wohnungen deutlich gesteigert worden sei.

Mit Blick auf die Bilanz für das zurückliegende Geschäftsjahr verwies Eckloff auf eine Steigerung des Eigenkapitals sowie auf einen Jahresüberschuss, der bei 415 000 Euro liege. Zahlen, die sich auf dem Markt sehen lassen könnten, meint der Vorstand. Er machte angesichts des Alters der meisten Objekte deutlich, dass der Fokus auch künftig auf Sanierung und Werterhaltung liegen werde.

Aufsichtsrat und Vorstand wurden einstimmig von der Mitgliederversammlung entlastet. Wiedergewählt wurden in den Aufsichtsrat Jürgen Lentes (stellvertretender Aufsichtsratsvorsitzender) und Stephan Oberbillig.

Ein besonderer Dank galt dem Vorstandsmitglied Alfred Gries. Nach fast 50-jähriger Tätigkeit, davon über 16 Jahre als Vorstand, scheidet er aus Altersgründen im Oktober 2019 aus dem Gremium aus.

 Eckloff dankte ihm besonders herzlich für das erfolgreiche Wirken und die gute Zusammenarbeit.

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