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Beim neuen Bahnhof hilft das Land

Beim neuen Bahnhof hilft das Land

Auch bei der Ortsgemeinde Föhren mach sich die Schere zwischen Einnahmen und Ausgaben bemerkbar. Der Ausgleich des Vermögenshaushalts 2007 gelang nur durch den Griff in die Rücklagen.

Föhren. In der Haushaltssitzung übergab Ortsbürgermeister Jürgen Reinehr zunächst das Wort an Norbert Branz von der Verbandsgemeinde Schweich, der die Eckdaten des vorgelegten Haushaltsplanentwurfs 2007 erläuterte. Der Verwaltungshaushalt schließt mit Einnahmen und Ausgaben von jeweils rund 2,7 Millionen Euro ausgeglichen ab. Dieser Ausgleich war nach Angaben des Experten aber nur durch einen Griff in Rücklagen möglich - insgesamt 630 000 Euro wechselten dazu die Position. Gegenüber der Unterdeckung des Vorjahres bedeutet dies eine Verschlechterung um 312 000 Euro. Als Ursachen dieser Entwicklung nannte Branz das schlechtere Verhältnis zwischen Einnahmen und Ausgaben. Den gestiegenen Einnahmen aus Steuern und Erstattungen stehen gestiegene Aufwändungen für Umlagen und Beteiligungen gegenüber. Ursache für diesen Anstieg sind die hohen Gewerbesteuereinnahmen des Vorjahres. Fehlbeträge im Verwaltungshaushalt

Fazit des Finanzexperten Branz: "Für die kommenden Jahre ist im Verwaltungshaushalt weiter mit erheblichen Fehlbeträgen zu rechnen."Der Schuldenstand der Gemeinde betrug zum Jahresanfang 2006 rund 1,32 Millionen Euro. Nach planmäßigen und außerplanmäßigen Tilgungen verringerte sich die Verschuldung zum Jahresanfang 2007 auf rund 1,2 Millionen Euro. Die Pro-Kopf-Verschuldung beträgt zurzeit 446 Euro. Für das zurückliegende Haushaltsjahr 2006 ist aber noch eine Kreditaufnahme von 171 000 Euro erforderlich. Die Zinsaufwändungen 2007 werden mit rund 127 000 angesetzt. Hinzu kommt eine außerplanmäßige Tilgung von 44 000 Euro bei einer gleichzeitigen Neuverschuldung von 190 000 Euro. Rücklagen stehen nach Ausgleich des Verwaltungshaushalts 2007 keine zur Verfügung. Der Vermögenshaushalt weist Einnahmen und Ausgaben von jeweils rund 1383 Euro aus. Als größter Ausgabenposten sticht zunächst der Bau des Verknüpfungsbahnhofs mit 476 000 Euro hervor. Nach Abzug der Landeszuwendung von 375 000 Euro und einer Verbandsgemeindezuwendung von rund 67 000 Euro ist von der Ortsgemeinde noch ein Restbetrag von rund 38 000 Euro zu finanzieren. Weitere größere Ausgabenposten sind ein neuer Gemeindetraktor (55 000 Euro), Ausgaben für Beleuchtung und Wege (29 000 Euro), Reparaturen von Brücken und Geländern (28 000 Euro) und Grunderwerb (10 000 Euro). Die Hebesätze für Grund- und Gewerbesteuer sowie Hundesteuer bleiben gegenüber dem Vorjahr unverändert.