Beim Tanzen sprühten Funken

Gisela und Helmut Ludgen feiern diamantene Hochzeit in Ehrang. Ihr sehenswerter Garten ist die große Leidenschaft des Paares.

Trier-Ehrang "Es darf keiner mit dem Kopf alleine durch die Wand gehen wollen", beschreibt Helmut Ludgen das Rezept für die 60-jährige Ehe mit seiner Frau Gisela. Jetzt konnten die beiden Glücklichen ihre diamantene Hochzeit mit zahlreichen Gästen feiern. Die kirchliche Trauung konnten sie 1957 in der Pfarrkirche St. Peter in Ehrang schließen.
Die 82-jährige Gisela Ludgen erinnert sich gerne: "Im Hotel Zur Kanzel haben wir uns beim Tanzen kennengelernt." Zwar gab es schon vorher mal einen verlegenen Blick und ein kurzes Lächeln, aber dann hat es beim Tanzen gefunkt.
Den Spruch "Geh`' ma' zu Dir oder zu mir" gab es damals noch nicht, erzählt der 85-jährige Gatte. Damals sei alles noch gesitteter zugegangen. Der aus Kordel-Kimmlingen stammende Friseur wechselte später als Zugführer zur Eisenbahn, beziehungsweise als Beamter in den Innendienst.
Gisela Ludgen war Mutter für die Tochter Rosemarie, Hausfrau und arbeitete 35 Jahre in einem Arzt-Haushalt. Die gebürtige Ehrangerin und ihr Mann bauten über zwei Jahre an ihrem eigenen Haus in der Merowingerstraße und zogen vor 51 Jahren dort ein. Der sehenswerte Garten ist das große Hobby des Rentners. Er spielte aber auch mehr als 30 Jahre Skat und brachte so manchen Pokal mit nach Hause. "Die muss ich heute abstauben", erzählt Gisela Ludgen, geborene Kirschner. Neben Tochter Rosemarie, den zwei Enkeln und drei Urenkeln ("Ein Urenkel ist noch unterwegs") überbrachte Hans-Werner Knopp in Vertretung des Ehranger Ortsvorstehers die Glückwünsche der Ministerpräsidentin Malu Dreyer und des Oberbürgermeisters der Stadt Trier, Wolfram Leibe.