Beliebter Organist und Chorleiter: Albert Bauer ist tot

Trier · Der Organist und Chorleiter Albert Bauer ist im Alter von 87 Jahren gestorben, nachdem er zwölf Jahre lang gegen die Parkinson-Krankheit gekämpft hatte. 1953 nahm er von Nittel kommend als junger Musiker seine Arbeit in der Pfarrei Herz-Jesu als Organist, Chorleiter und Küster auf.

Albert Bauer.Foto: privat

Fleißig und zielstrebig baute er seinen Chor auf und gründete später auch noch einen Kinder- und Jugendchor. Er verstand es, die Chormitglieder zu begeistern, so dass eine verschworene Gemeinschaft hinter ihm stand. Die musikliebenden Pfarrer Alois Winkel und Werner Mathieu gaben die Möglichkeit, die Gottesdienste durch mehrstimmige Messen, Motetten und anderes Liedgut feierlich zu gestalten.
Konzerte, bei denen er Orchester und Chor durch die oft schwierigen Werke leitete, haben die Besucher jedes Mal mit großem Beifall bedacht. Er hat den Kirchenchor für die byzantinisch-slawischen Gesänge nach dem heiligen Johannes Chrysostomus begeistern können. Gottesdienste nach dem byzantinischen Ritus sind auch über Trier hinaus zu einem festen Bestandteil geworden.
Außerdem war Albert Bauer 20 Jahre lang als Glockensachverständiger des Bistums Trier tätig.
Mit 65 Jahren, nach 40 Jahren Tätigkeit in der Pfarrei Herz-Jesu, trat Albert Bauer 1993 seinen Ruhestand an. Die Liebe zur Kirchenmusik bestimmte aber weiter sein Leben. Das Orgelspiel gehörte zu seiner täglichen Beschäftigung, solange es ihm wegen seiner Krankheit noch möglich war. red