Beratung seit 30 Jahren

Zu Beginn der 70er Jahre war eine erste große Zuwanderungswelle von Portugiesen nach Trier zu verzeichnen und es ergab sich die Notwendigkeit, ein Beratungsangebot für portugiesisch sprechende Mitbürger zu installieren. Im Jahre 1977 eröffnete der Caritasverband für die Region Trier eine Beratungsstelle und konnte Maria de Jesus dos Santos Duran Kremer als Beraterin gewinnen. Nun existiert die Beratung seit 30 Jahren.

Trier. (red) Zu Beginn lag der Schwerpunkt der Beratungsarbeit in der Betreuung und Begleitung bei Behörden-Kontakten, Kontakten mit Arbeitgebern und Schulen, im Bereich der fürsorglichen Einzelfallhilfen und der Sprachförderung. Im Laufe der Zeit wandelte sich die Beratungsarbeit von Duran-Kremer, und es bildete sich ein Schwerpunkt an Angeboten für Frauen heraus, etwa Hilfestellung bei der Bearbeitung von Isolations-Problematiken. Im Jahr 1996 wurde schließlich ein Kulturverein gegründet, der die Beratungs- und Betreuungsarbeit im Sinne von Selbsthilfe unterstützte. In jüngster Zeit hat sich die Arbeit erneut ein wenig gewandelt, da die Zahl der älteren Gastarbeiter und Rentner erheblich gestiegen sei. Aufgrund unzureichender Beitragsleistungen in die Rentenkassen deckt deren finanzielle Altersversorgung oftmals gerade das Existenzminimum. Hier biete die Beratungsstelle auch administrative Hilfestellungen bei der Klärung von Rentenansprüchen im Herkunftsland Portugal und im Aufenthaltsland Deutschland an.Im Rahmen der diesjährigen Weihnachtsfeier des portugiesischen Kulturvereins bedankte sich Caritasdirektor Bernd Kettern bei Duran-Kremer für ihr 30-jähriges Engagement zur Integration der portugiesischen Mitbürger und überreichte ihr ein Geschenk. Er betonte besonders ihre Leistung in dem Bemühen, ein Umfeld zu schaffen, das die Integration in die deutsche Gesellschaft unterstützt unter Beibehaltung auch des portugiesischen Wertgutes.