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Besseres Durchkommen für Radler und Busse

Besseres Durchkommen für Radler und Busse

Lob und Kritik gab es bereits für die neue Verkehrsführung, die im Rahmen der Sanierung der Metzer Allee umgesetzt wurde. Die Stadtverwaltung stellte alle Änderungen jetzt noch einmal offiziell vor. Vor allem Radfahrer sollen dort schneller und sicherer ans Ziel kommen.

Trier-Heiligkreuz. Großflächig beklebt ist die Wand im Besprechungsraum des Trierer Tiefbauamtes. Dort haben die Mitarbeiter die Pläne der neu gestalteten Verbindungsstraße zwischen Heiligkreuz und Mariahof aufgehängt. Unzählige Markierungen zeigen alle Änderungen in der Verkehrsführung. Auf 1,8 Kilometern zwischen Herrenbrünnchen und der Straße Unterm Wolfsberg hat sich die Stadt um eine verbesserte Verkehrsführung bemüht.
"Wir wollten möglichst viel für die Radfahrer tun", sagt Baudezernentin Simone Kaes-Torchiani. Doch auch Busnutzer können sich künftig über schnelleres Fortkommen freuen. Der TV stellt die wichtigsten Neuerungen vor:

ÖPNV- Beschleunigung: Stadteinwärts zwischen der Haltestelle Hans-Böckler-Allee bis zur Straße Am Herrenbrünnchen gibt es eine neue Busspur. Auf einer Länge von 215 Metern ist künftig eine Spur für Busse reserviert. Gleichzeitig wurde die Ampelschaltung geändert. An der Kreuzung Metzer Allee/Straßburger Allee haben die Busse jetzt immer Grün. Nur wenn die Fußgängerampel angefordert wird, muss der Bus warten.

Öffnung des Busfahrstreifens: Zwischen der Haltestelle Hans-Böckler-Allee bis zur Einmündung Am Herrenbrünnchen können Radfahrer jetzt die Busspur mitnutzen. "Das ist bislang einmalig in Trier", sagt der Leiter des Tiefbauamts, Wolfgang van Bellen. Bereits in 14 Tagen soll auch der Busfahrstreifen zwischen der Einmündung Am Herrenbrünnchen und Spitzmühle für Radfahrer geöffnet werden. Dort fehlen bislang noch Beschilderungen. Insgesamt können die Radler dann auf einer Länge von 655 Metern die Busspur befahren.
An der Einmündung Am Herrenbrünnchen/Metzer Allee müssen sich Radfahrer allerdings auch weiterhin in den fließenden Verkehr einfädeln. Einen Schutzstreifen oder Radfahrstreifen über zwei Spuren zu ziehen sei nicht erlaubt. "Wir hätten hier also eine neue Ampel anbringen müssen, das war nicht im Budget", sagt Kaes-Torchiani.

Neue Schutz- und Radfahrstreifen: Ebenfalls den Radfahrern zugute kommen die neu markierten Schutzstreifen. Stadtauswärts wurden sie zwischen der Straße Am Herrenbrünnchen und der Straßburger Allee sowie zwischen Tessenowstraße und Unterm Wolfsberg eingerichtet. Noch in Planung ist die Fortführung des Schutzstreifens entlang der Oswald-von-Nell-Breuning-Allee an der Abzweigung Gut Mariahof.
Radfahrstreifen sollen auch ab Herbst die bislang noch bestehende Lücke in der Straßburger Allee schließen. Dort endet der Radfahrstreifen bisher noch 85 Meter westlich der Rotbachstraße. Bald soll er bis zur Einmündung Metzer Allee fortlaufen.

Kosten: Die geplanten 800 000 Euro Kosten seien kaum überschritten worden, insgesamt werden sich die Kosten wohl auf etwa eine Million Euro belaufen. Endgültig Bilanz gezogen werden kann erst nach Abschluss aller noch ausstehenden Restbauarbeiten.

Reaktionen: Das Tiefbauamt reagiert auch auf die Kritik von Anwohnern und Autofahrern an der neuen Fußgängerüberquerung zwischen Tessenow- und Georg-Schäffer-Straße. Dort sind offenbar schon mehrfach Autofahrer mit ihren Fahrzeugen am Bordstein hängen geblieben. Dabei wurden nicht nur die PKW, sondern auch der Bordstein selbst beschädigt (der TV berichtete). Diese Schäden seien während der Bauphase entstanden und wohl auf unvorsichtiges Fahrverhalten zurückzuführen, heißt es vonseiten der Stadt. Die Markierung sei ausreichend weit vorgelagert.