Besuchen und eingreifen

Der Treffpunkt am Weidengraben unterstützt seit Jahren unter Leitung von Stefan Zawar-Schlegel die Grundschüler der Keune- Grundschule in Neu-Kürenz und ist seit zwei Jahren im Rahmen von Leseförderung in der Grundschule tätig. Hauptaufgabe ist: Schülern eine Unterstützung bei der Bewältigung der Hausaufgaben zu gewährleisten.

Trier. (tw) Das Ziel der Schulsozialarbeit soll sein, die Kinder und auch die Familien zu begleiten sowie die Arbeit der Lehrer und Lehrerinnen zu unterstützen und auch darüber hinaus weitere Hilfsmaßnahmen zu erarbeiten. Das sei von enormer Bedeutung. Lehrer können fehlende Zuwendung nicht ausgleichen

Besondere Hilfestellung bräuchten besonders solche Familien, denen es nicht gelinge, ihre Kinder im schulischen Alltag so zu begleiten und zu fördern, wie es wünschenswert und notwendig sei, so Stefan Zawar-Schlegel. Da Lehrer nicht die Zeit haben, die versäumte Unterstützung und Zuwendung der Eltern in schulischen Belangen zu kompensieren, akkumulieren sich die Schwierigkeiten während des weiteren schulischen Werdegangs zum Nachteil aller am Unterricht beteiligten Personen. In Anbetracht der Tatsache, dass an Grundschulen bundesweit bisher noch keine unterstützende Sozialarbeit angeboten wird und die daraus resultierenden Ergebnisse sich deutlich erkennen lassen, kann mit Nachdruck darauf hingewiesen werden, dass Schulsozialarbeit in diesem Zusammenhang sehr wichtig ist, jedoch leider zu spät in die Prozesse eingreift, resümiert Zawar-Schlegel. 60 000 Euro von der Nikolaus-Koch-Stiftung

Ausgehend von diesen Erfahrungen haben die Mitarbeiter des Treffpunkts am Weidengraben einen Antrag an die Nikolaus-Koch-Stiftung auf Förderung ihrer Belange gestellt. Diese Maßnahme wurde von der Stiftung mit einem Betrag von 60 000 Euro unterstützt und ermöglicht damit die Finanzierung der Schulsozialarbeit an Grundschulen. Standort wird in Trier-West sein

Der Handlungsrahmen dieses über drei Jahre andauernden Projektes wird sich vorerst noch auf den Bereich Trier konzentrieren. Mit der Arbeit soll in diesem Monat begonnen werden . Dann wird der Sozialpädagoge, Martin Büttner, die Grundschulen besuchen, das Konzept mobiler Arbeit vorstellen und gemeinsam mit den Lehrerinnen und Lehrern auf die einzelnen Aspekte und Kernpunkte der Schulsozialarbeit eingehen.Standort wird die Grundschule Reichertsberg in Trier-West sein. Dort sind die Mitarbeiter erreichbar und sollen von kooperierenden Grundschulen bzw. deren Vertretern aufgesucht werden, sobald sich ein Handlungsbedarf abzeichnet.