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Betriebshof: Ortsbeirat Ruwer befürchtet starke Verkehrsbelastung

Betriebshof: Ortsbeirat Ruwer befürchtet starke Verkehrsbelastung

Vor dem Beschluss des Stadtrats über den neuen "Energie- und Technikpark Trier" in Ruwer und Kürenz hat der Ortsbeirat Ruwer/Eitelsbach ein klares Signal an die Stadt gesandt: Mit einer einstimmigen Enthaltung und einer Stellungnahme drückten die Beiräte ihre Bedenken über zu große Verkehrsbelastungen aus.

Trier. Der Hintergrund: Die Stadt will auf dem Gelände der ehemaligen Papierfabrik Ehm in Trier Nord den "Energie- und Technikpark Trier" errichten (der TV berichtete). Auf dem Gelände soll der SWT-Betriebshof, der zurzeit in der Ostallee angesiedelt ist, Platz finden. Im Zuge dessen will die Stadt auch die Kläranlage erweitern und die Verkehrsführung an die Bedürfnisse des Betriebshofes anpassen. Bislang hat sich nur der Dezernatsausschuss IV mit dem Thema befasst - der Stadtrat beschließt am Dienstag, ob ein Bebauungsplan aufgestellt wird. Der Kürenzer Ortsbeirat hatte dem Vorhaben mehrheitlich zugestimmt. Doch in Ruwer stieß Stefan Leist vom städtischen Planungsamt auf Bedenken. Das Projekt wurde nicht grundsätzlich abgelehnt, doch alle anwesenden Beiräte enthielten sich der Zustimmung - sie befürchten eine starke Verkehrsbelastung.
Denn: Eine der beiden Zufahrten zum neuen Betriebshof - am Übergang der Ruwerer in die Loeb straße in Trier-Nord - soll wahrscheinlich mit einer Ampel versehen werden, was zu Staus bis nach Ruwer führen könnte. Die Pläne sind allerdings noch sehr vage. So steht noch nicht fest, ob die Ampel dauerhaft in Betrieb sein soll oder nur eingeschaltet wird, wenn etwa ein Fahrzeug der SWT das Gelände verlässt. Auch die Frage, ob die Erweiterung der Kläranlage zu einer stärkeren Geruchsbelästigung führen könnte, blieb offen. "Ich kann weder Ja noch Nein sagen, weil wir bislang nur sehr wenige Informationen über die geplante Verkehrsführung haben", sagte Karl Kirsten (CDU).
Die Pläne sehen außerdem vor, dass der Radweg, der das Gelände streift, erneuert wird. Christiane Probst (FWG) gab zu bedenken, dass Autofahrer diesen Weg danach häufiger als bisher dazu nutzen könnten, den Stau auf der Metternichstraße zu umfahren.
Im Rahmen der Bürgerbeteiligung werden die Pläne zum "Energie- und Technikpark Trier" der Öffentlichkeit noch detailliert vorgestellt. bel
Extra

Der Ortsbeirat Ruwer/Eitelsbach wird die Grundschule beim Kauf einer neuen Sitzgruppe in Höhe von rund 2100 Euro unterstützen. Außerdem fließen 320 Euro in eine neue Beleuchtung für den Weihnachtsbaum im Stadtteil. Die Stadtwerke investieren in den Umzug ihrer technischen Abteilungen von der Ostallee auf das Gelände der ehemaligen Papierfabrik Ehm unterhalb des Grünebergs rund acht Millionen Euro (der TV berichtete). "Für die Anlagen, die wir voraussichtlich für die Stadt bauen und an diese vermieten werden, kommen noch mal rund zwei bis drei Millionen dazu", sagte SWT-Vorstand Arndt Müller. Auch die ART will einen laut Monzel "niedrigen zweistelligen Millionenbetrag" in die Neuansiedlung in der Metternichstraße investieren.bel