Betroffene helfen Betroffenen

Betroffene helfen Betroffenen

TRIER. (LH) Den ersten Selbsthilfe- und Gesundheitstag veranstaltete die Selbsthilfe Kontakt- und Informationsstelle Trier im Angela-Merici-Gymnasium in der Neustraße. Viele hundert Besucher suchten den Kontakt, um sich bei den über 40 Anbietern zu informieren.

"Hier sieht man, dass es sehr viele Leiden und Krankheiten gibt", meinte eine Triererin am Stand der Regionalgruppe Trier von "Pro Retina Deutschland", der Selbsthilfevereinigung von Menschen mit Netzhautdegeneration. Andererseits gebe es viele Organisationen, die erkrankten Menschen helfen wollten, hat die Frau festgestellt. Wichtig sei, das Gefühl zu haben, "da ist jemand, der mir helfen will, der mir etwas Gutes tut." Die Besucher waren überrascht von dem vielfältigen Angebot beim ersten "Selbsthilfe- und Gesundheitstag" der Selbsthilfe Kontakt- und Informationsstelle (Sekis) in den Räumen des Angela-Merici-Gymnasiums. Trotz des Bilderbuchwetters freute sich Sekis-Leiter Carsten Müller-Meine, dass bis zum frühen Nachmittag bereits mehr als 500 Besucher gekommen waren. In der Kombination von Selbsthilfe und Gesundheit war es die erste Veranstaltung dieser Art in Trier. An über 40 Ständen hatten sich die unterschiedlichsten Selbsthilfegruppen und Vereine aus Trier und dem Kreis Trier-Saarburg ausgebreitet, um ihr Angebot zu präsentieren: Es reichte von "A" wie Angehörigen-Initiative psychisch Kranker bis "S" wie Selbsthilfegruppe Morbus Basedow mit Endokriner Orbitopathie (Erkrankung mit Überfunktion der Schilddrüse), eine noch recht junge Trierer Selbsthilfegruppe. Wie bei allen anderen Gruppen lautete die Maxime, dass Betroffene Betroffenen helfen sollen. Die Hilfen sind auf ehrenamtliches Engagement aufgebaut. Zufrieden wie der Veranstalter waren auch die Aussteller. "Wir hatten einen großen Zuspruch. Mit 25 Leuten haben wir intensive Gespräche geführt", freute sich Wilhelm Kohn (Saarburg) über die starke Nachfrage beim "Bundesverband für Rehabilitation und Interessenvertretung Behinderter", kurz "BDH". Der Verband sei besser als "Bund der Hirngeschädigten" bekannt, aber man habe sich einen neuen, treffenderen Namen zugelegt. Selber mitmachen war gewünscht beim Rahmenprogramm, so zum Beispiel bei "Energy Dance" oder Rückenfitness.