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Bewährte Mischung bringt Erfolg

Bewährte Mischung bringt Erfolg

Wenn moderne Popmusik und klassischer Gesang aufeinander treffen, sorgt das durchaus für Begeisterung - wie jüngst in Triers Arena. Dort machte das Klassik-Pop-Quintett Adoro nun Station. Der TV präsentierte das Konzert, zu dem 1800 Zuschauer kamen.

Trier. Die Idee, Pop-Songs klassisch zu interpretieren, ist an sich nicht neu. Zahlreiche bekannte Orchester im In- und Ausland haben es schon getan. Seit einiger Zeit bedienen sich die fünf Sänger von Adoro der bewährten Mischung - und das recht erfolgreich. Ihr Debüt-Album Adoro landete im vergangenen Jahr in den deutschen Album-Charts ganz oben. Außerdem heimste das Quintett zwei Echo-Nominierungen ein.

Mit Streicherensemble und Band



Seit Mitte November sind Assaf Kacholi, Jandy Ganguly, Laszlo Maleczky, Nico Müller und Peter Dasch auf großer Deutschland-Tour und machten nun auch in Trier Station.

Begleitet werden die fünf Sänger bei ihren Konzerten von einem 15-köpfigen Streichorchester, das sich - ebenso wie ein schneeweißer Flügel nebst Bedienerin - auf der linken Bühnenhälfte präsentiert. Eine vierköpfige Begleitband auf der rechten Seite komplettiert das Ensemble. Schnell haben Assaf, Jandy und die anderen die rund 1800 Zuhörer in der Arena im Griff. Nenas "Irgendwie, irgendwo, irgendwann" und Grönemeyers "Flugzeuge im Bauch" bereiten ihnen den Weg. Dann kommt der erste Hit vom neuen Album "Für immer und dich": Udo Lindenbergs "Horizont", das - wie eine Zuhörerin bemerkt - nicht nur traumhaft klinge, sondern dem Publikum vor allem Begeisterungsstürme entlockt. Das ist auch bei den folgenden Songs nicht anders. Zwischen bewährten Hits wie "Ohne dich" (das Original stammt von der Münchener Freiheit) oder "Liebe ist alles" (Rosenstolz), bei dem rote Kunstblüten von der Saaldecke regnen, gibt es Klassisches, beispielsweise Enrico Carusos "Es wird für ewig sein", das durch lodernde Fackeln am Bühnenrand noch feierlicher wirkt. Nach knapp einer Stunde ist Pause.

Danach geht es weiter wie gehabt: Bekannte Melodien, interessant arrangiert und toll interpretiert - wenngleich mitunter erst nach etlichen Takten klar ist, auf welchen Song die Einleitung hinausläuft.

Kein Halten gibt es schließlich bei der zweiten Rosenstolz-Nummer des Abends "Ich bin ich". Der Aufforderung der fünf Sänger, "Trier" möge doch aufstehen und mitklatschen, kommt das Publikum nur allzu gerne nach.

Zum Schluss gibt's dann noch Westernhagens "Freiheit" - gesungen aus mehr als nur fünf Kehlen.