Bewährtes Modell

Zum Artikel "Im Notfall fällt das Suchen schwer” (TV vom 20./21. November):

Der Kinder- und Jugendärztliche Notdienst (KJND) wurde zum 1. Juli 1999 von den Trierer Kinder- und Jugendärzten eingeführt, um eine ausrechende pädiatrische Versorgung für Notfälle herzustellen und eine Entlastung der Mutterhausambulanz herbeizuführen. In einer Stadt der Größe (Kleinheit) Triers mit großem ländlichen Umfeld will und kann ein KJND nicht die Aufgabe eines Kinderzentrums - wie in großen Städten, Universitätskliniken - übernehmen. Es handelt sich um eine Notfallsprechstunde analog den Sprechstunden während der Woche. Daher wird der KJND auch in den neun Praxen aller Kinder- und Jugendärzte Triers durchgeführt. Dieses Modell ist in vielen Städten Deutschlands erprobt und bewährt. Die Notrufnummer 01805/767 546 (01805 SOS KIND) wird während der Sprechzeiten immer automatisch direkt an die Dienstpraxis direkt weitergeleitet. Dort werden den Eltern kompetent die Lage, Anfahrtsmöglichkeiten sowie Parkmöglichkeiten erläutert. Eine Weiterleitung nach Pluwig kann nicht erfolgen, da der dortige Kinder- und Jugendarzt nicht am KJND beteiligt ist. Daher muss Frau Gangolf aus Welschbillig leider eine falsche Information - nicht vom Notdienst - erteilt worden sein. In den allgemeinen Notdienstbezirken auf dem Land, zum Beispiel Schweich oder Kordel, findet der Notdienst ebenfalls in verschiedenen Praxen statt, so dass die Mutter bei eigener Erkrankung ebenfalls den diensthabenden Arzt aufsuchen müsste. Ebenso ist dieses während Ferienzeiten mit Vertretung notwendig. Auf jeden Fall muss die Mutter nach dem Arztbesuch auch noch die Notdienstapotheke suchen und finden. Wieso dieses alles leichter sein soll als eine von neun bekannten Praxen aufzusuchen, können wir nicht nachvollziehen. Von den Kinder- und Jugendärzten Triers werden alle Eltern mit einheitlichen Informationsblättern sowie Aushängen über die teilnehmenden Ärzte mit Adresse informiert, auch in der Kinderambulanz des Mutterhauses wird auf den KJND verwiesen. Dr. med. Ulrich Henke, Trier