Bewährtes wird plattgemacht

Zebrastreifen

Zur Berichterstattung über die geplante Entfernung von Zebrastreifen in Trier:

Typisch deutsch! Aus bürokratischer Regelungswut wird der Sicherheitsstandard für die Ausgestaltung von Zebrastreifen so irrsinnig hoch gesetzt, dass im Ergebnis ein bewährtes Element der Verkehrssicherheit plattgemacht werden muss. Besteht nicht vielleicht doch noch die Möglichkeit, die alten Zebrastreifen zu retten, indem man ihnen ausreichend Farbe gönnt und nur neue Überwege in aller Pracht und Herrlichkeit nach der Richtlinie von 2001 erstellt? In der Richtlinie selbst ist für den Verwaltungslaien kein Verfallsdatum für die alten Zebrastreifen erkennbar. Vielleicht steckt hinter der Abschaffung der Zebrastreifen aber auch die Idee von der flächendeckenden Durchsetzung von Tempo-30-Zonen in der Stadt. Denn ohne Zebrastreifen werden Fußgänger deutlich erhöhten Gefahren bei der Querung von Straßen ausgesetzt.
Nebenbei bemerkt, zwei Sachverhalte kann ich nicht unter einen Hut bringen. Einmal das vielbesungene Lied von den grenzenlosen deutschen Steuerüberschüssen und andererseits die Nöte der Kommunen, die ihre Infrastruktur verkommen lassen müssen, weil für viele Dinge, die über Jahrzehnte selbstverständlich waren, kein Geld mehr vorhanden sein soll.
Ulrich Mayr
Trier