Bewährungsstrafe nach Kindesmissbrauch in Trier

Trier · Die Erste Große Jugendkammer des Landgerichts Trier hat einen 53-jährigen Trierer zu zwei Jahren Gefängnis auf Bewährung verurteilt. Der Mann hatte gestanden, seine beiden Nichten und seine Stiefnichte insgesamt neun Mal sexuell missbraucht zu haben, als sie sieben bis zehn Jahre alt waren.

Staatsanwalt Stephane Parent beantragte in seinem Plädoyer eine Freiheitsstrafe von zwei Jahren und acht Monaten - diese hätte nicht mehr zur Bewährung ausgesetzt werden können. Verteidigerin Martha Schwiering plädierte hingegen auf zwei Jahre mit Bewährung: "Der Täter-Opfer-Ausgleich mit vereinbarten Zahlungen kann nur funktionieren, wenn mein Mandant seine Arbeit behält und nicht ins Gefängnis muss."

Das Gericht hielt dem Angeklagten schließlich vor allem sein Geständnis und eine günstige Sozialprognose zugute. Zu den Bewährungsauflagen gehört auch eine ambulante Therapie wegen der Pädophilie. Das Urteil ist noch nicht rechtskräftig.

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