1. Region
  2. Trier & Trierer Land

Bewegung in der Spielplatzfrage: Ortsbeirat Trier-Nord diskutiert außerdem über Parksituation

Bewegung in der Spielplatzfrage: Ortsbeirat Trier-Nord diskutiert außerdem über Parksituation

Seit Jahren lassen sie auf sich warten: Spielplätze im Balthasar-Neumann-Viertel und bei der Karl-Berg Musikschule. Klaus Scherer vom städtischen Grünflächenamt konnte nun dem Ortsbeirat Trier-Nord erfreuliche Neuigkeiten mitteilen.

Zahlreiche Gäste sind zur Einwohnerfragestunde beim Ortsbeirat im Bürgerhaus erschienen. Sie haben ganz unterschiedliche Gründe, ihrem Ärger Luft zu machen. So beklagen Anwohner der Zurmaiener Straße, dass ihre Zufahrten im Rahmen der Neugestaltung des Castel-Feuvrier-Geländes auf der anderen Straßenseite geschlossen werden sollen. "Es geht angeblich um die Verkehrssicherheit, aber in all den Jahrzehnten gab es hier keine Unfälle mit Anliegern", betont ein Besucher. Für die fünf betroffenen Anwohner sei es praktisch unmöglich, ihre Garagen und Zufahrten hinters Haus in Richtung Wilhelm-Leuschner-Straße zu verlegen.

Ortsvorsteher Christian Bösen (CDU) verspricht, einen Ortstermin mit dem neuen Baudezernenten Andreas Ludwig (Amtsantritt Anfang Mai) anzuregen.Forderung nach Anwohnerparken


In der Balthasar-Neumann-Straße wurde im Rahmen der Neubebauung einer Spielfläche aus einer Anlieger- eine Spielstraße. Anwohner ärgern sich: Zwischen den markierten Parkflächen seien große Lücken, zahlreiche Fremdparker des Balthasar-Neumann-Technikums blockierten die wenigen Parkplätze. Es werde zu schnell gefahren und überdies sei der lang erwartete neue Spielplatz noch immer nicht eröffnet. Auch die Ampelschaltung an der Kreuzung Paulinstraße sorgt für Unmut. Gefordert werden vor allem Anwohnerparken mit Bewirtschaftung: "Überall rundum gibt es das. Warum nicht bei uns?", fragen Anlieger. Auch hier will sich Christian Bösen um einen Ortstermin bemühen.

Ein weiteres Thema der Sitzung sind Spielplätze in Trier-Nord. Dazu wurde Klaus Scherer vom Grünflächenamt eingeladen. Zur Anfrage von Maria Duran Kremer (SPD) bezüglich des geplanten Balthasar-Neumann-Spielplatzes erläutert er die Gründe für die jahrelange Verzögerung: Das ehemalige Bahngelände wurde vor rund zehn Jahren an die Triwo AG verkauft, die Planung für die Bebauung wieder umgestoßen. Nach Fertigstellung der neuen Gebäude fehlte der Stadt das Geld. "Auf dem Gelände werden versetzte Metallbügel angebracht, dann können wir es freigeben", verspricht Scherer. Bis Monatsende solle der städtische Spielplatz nutzbar sein.

Auch der Spielplatz bei der Karl-Berg-Musikschule ist den Anwohnern seit Jahren versprochen worden; im vergangenen Sommer sammelten sie rund 600 Unterschriften. "Die Antwort der Stadt steht immer noch aus", beklagt Maria Duran Kremer. Nachdem der Stadtrat 2012 einem Klangspielplatz zugestimmt hatte, hatte der Ortsbeirat zwei Spielgeräte finanziert, eines wurde installiert. "Ein weiteres kann aufgestellt werden, aber dann brauchen wir eine Planung", sagt Klaus Scherer. Der Ortsbeirat spricht sich dafür aus, Anfragen an den Stadtvorstand zu richten und um Stellungnahme zu bitten.

Ebenso stimmen die Mitglieder auf Antrag von Doris Steinbach (FWG) der Planung des Grünflächenamts zu, auf dem Spiel- und Bolzplatz Wilhelm-Leuschner-Straße, der nicht mehr attraktiv ist, zusätzlich Basketballkörbe und eine Tischtennisplatte aufstellen zu lassen.

Am Samstag, 9. Mai, findet am Bürgerhaus Trier-Nord (Franz-Georg-Straße 36) anlässlich des ersten bundesweiten Tags der Städtebauförderung ein Fest mit Gang durchs Viertel statt. Der Entwurf zur Umfeldgestaltung beim Bürgerhaus sowie die Wohnungsbaumaßnahmen in der Thyrsusstraße werden präsentiert. Die Bewirtung ist kostenfrei.