Bewohner und Gäste feiern den 40. Geburtstag des Schammatdorfes in Trier-Süd.

Geburtstag : Musikalische Reise durch einen besonderen Ort

Bewohner und Gäste feiern den 40. Geburtstag des Schammatdorfes in Trier-Süd. Auch eine Prominente ist dabei.

In der Straße „Im Schammat“ ist viel los. Die Straße ist gesperrt, Groß und Klein strömt ins Dorfzentrum. „Hier ist die Mitte des Schammatdorfes, und hier kommen alle zum Feiern zusammen“ erklärt Norbert Hellenthal, erster Vorsitzender des Schammatdorf e.V.

„Wir feiern jedes Jahr ein kleines Sommerfest, doch heute ist es für uns etwas Besonderes.“ Das Schammatdorf, das 1979 gebaut wurde (der TV berichtete), feiert 40. Geburtstag unter dem Motto „Gemeinsam bunt“.

Norbert Hellenthal macht deutlich, was für alle das Projekt und Wohnen im Schammatdorf bedeutet: 40 Jahre Integratives Wohnen in gemeinschaftlicher Nachbarschaft.

Tusch! Musik: Ein Jahr lang hatte sich ein eigens für das Fest gegründeter Schammatchor vorbereitet und eine musikalische Reise geplant.

Unter der Leitung von Martin Folz führen 22 Sänger und zehn Musiker ein von Folz komponiertes eineinhalbstündiges Chor- und Orchesterwerk auf. So erhalten die Gäste Einblick in das Dorfleben mitten in einer Stadt. Auch die Brüder der Abtei St. Matthias machen mit ebenso wie die beiden Musiker (Drums und Bass) des Philharmonischen Orchesters Trier.

Umrahmt wird die musikalische Reise von drei Sketchen. Humorvoll wird der Zusammenhalt im Dorf, das Wirken des kleinen Bürgermeisters in Büro und der Saarländer im Schammatdorf gezeigt. Den Abschluss des Chorprojekts bildet das gemeinsame Lied: „Wir wollen aufstehen, aufeinander zugehen …“: minutenlanger Applaus für Chor und Orchester.

Ein sichtlich gerührter Chorleiter Martin Folz sagt: „Ich bin im Mai des vergangenen Jahres zum ersten Mal hergekommen. Ich habe das Leben kennengelernt und begann dieses Projekt mit Interessierten. Hier erlebte ich in den wöchentlichen Proben wunderschöne Erfahrungen und eine besondere Gemeinschaft.“

Am späteren Nachmittag steigt das große Fest.

Der Festplatz ist bis Mitternacht von mehr als 1000 Besuchern gefüllt. Auch Lydia und Charly Ludwig sind dabei: Sie wohnen bereits viele Jahre „Im Schammat“. „Dieses Dorf ist der Platz, an dem unsere Kinder aufgewachsen sind und eine besondere Zeit erleben durften. Die Nachbarschaft ist schon etwas Besonderes.“

Das wissen auch Klaus Jensen, ehemaliger Oberbürgermeister der Stadt Trier, und seine Frau, Ministerpräsidentin Malu Dreyer, die von allen nicht mit „Frau Dreyer“, sondern mit „Malu“ angesprochen wird.

„Das hier ist mein Zuhause. Ich finde das bunte Zusammenleben, sei es Jung oder Alt, gesund oder Menschen mit Behinderung eine wunderbare Kombination. Hier kennt jeder jeden, und man hilft sich auch, wo man nur kann“, freut sich die Ministerpräsidentin.

Klaus Jensen fügt hinzu „Die vielfältige Nachbarschaft und die unterschiedlichen Menschen und gegenseitige Unterstützung sind das, was dass Schammatdorf ausmacht.

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