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Bierfestival in Trier-Olewig: Fest im Blesius Garten ein Erfolg

Gelungenes Wochenende : Pizza-Bier und andere Exoten überzeugen beim Trierer Bierfestival (Fotos)

Rund 2000 Besucher zog es verteilt über zwei Tage zum achten Bierfestival in den Olewiger Belsius Garten. Welche Spezialitäten es zu entdecken gab und warum nicht alle Kreationen gut bei den Biertrinkern angekommen sind.

Bereits zum achten Mal fand am Wochenende im Blesius Garten in Trier-Olewig das beliebte Bierfestival statt. An zwei Tagen galt für alle Besucher eine einfache Spielregel: Verkostungsglas zur Hand nehmen, mit der Biererkundungstour starten und in die faszinierende Welt der Craftbiere eintauchen – denn Craftbier steht für handwerkliche, kreative Braukunst. Was es dabei alles zu entdecken gab, weiß Monika Tonkaboni vom Olewiger Blesius Garten: „Jede Brauerei auf unserem Festival hat neben den Klassikern der Craft-Biere auch immer etwas ganz Besonderes im Gepäck. In diesem Jahr können unsere Gäste viele neue Kreationen ausprobieren.“

Craftbier-Bewegung kommt aus den USA

Begonnen hat die Craftbier-Bewegung in den USA der 1970er Jahre und schwappte später auch nach Deutschland über. Einer der regionalen Craftbier-Anbieter, der auch mit einer eigenen Bier-Kreation im Gepäck in Olewig dabei war, ist Nicola Weiler. Er betreibt in Trier die Craftprotz Kreativbierbar und ist mit Leib und Seele Braumeister. Sein eigenes „Treveris“-Bier, ein im Holzfaß ausgereiftes Bock-Bier, soll ein bisschen die Analogie zum Wein aufzeigen. „Das Thema Faßreife lässt sich beim Bier genauso gut bespielen“, meint der gelernte Bier-Sommelier. „Bei unserem Treveris Bier haben wir einen hellen Bock eingebraut und ihn in einem Rotweinfass ausgelagert“.

Symbiose aus Wein und Bier kommt gut an

Dadurch erhält das Bier eine leicht holzige Note. Auch der Wein macht sich im Aroma bemerkbar, wenn das Bier einige Monate im Fass lagert. „Die Symbiose, wie wir Bier und Wein auf eine traditionelle Art und Weise durch das Holzfass verbinden, spaltet auch ein wenig die Geister“, meint Weiler. „Der Großteil unserer Kunden ist jedoch begeistert, weil wir durch die Auslagerung ins Weinfass neben den Weinnoten auch leicht holzige Noten ins Bier bekommen und das unserer Kreation die Vielschichtigkeit verleiht“.

Den Weg der Eigenmarken wollen die Kreativen von Craftprotz in Zukunft forcieren. Zur Herstellung der Eigenkreationen sollen dann freie Kapazitäten der großen Brauereien genutzt werden. Auch hierfür bietet das Bierfestival reichlich Gelegenheit Kontakte zu knüpfen, sodass man sich in Zukunft sicher auf noch so manche spannende Rezeptur aus Trier freuen kann.

Ein bisschen verrät Nicola Weiler schon jetzt: „Das Porte-Bier, in namentlicher Annäherung an die Porta-Nigra, wird eines der ersten Biere sein, die wir herausbringen werden. Ein schönes dunkles, kräftiges Bier wie das schwarze Tor.“

Inzwischen hat sich das Bier-Festival unter den Trierern herumgesprochen, denn hier ist für jeden Geschmack etwas dabei. Neben der üblichen Ausschankgröße in 0,3 Liter Gläser gab es auch Proben mit 0,1 Liter, denn hier sollte jeder Besucher die Möglichkeit haben, sich durch möglichst viele Sorten und Geschmacksrichtungen probieren zu können.

Pizza-Bier mit Tomate und Basilikum polarisiert

Der Trierer Bier-Sommelier Nicola Weiler bot in diesem Jahr zum ersten Mal ein Pizza-Bier einer Brauerei aus Ungarn an. Eine Sauerbier-Spezialität mit Tomate und Basilikum. „Es ist auf jeden Fall eine Bierkreation, die polarisiert. Entweder liebt man sie oder man mag sie gar nicht“, sagt Weiler.

Alexander Peters aus Trier ist das erste Mal beim Bierfestival im Blesius Garten zu Besuch. Er und seine Freunde nahmen die Gelegenheit gerne wahr, viele verschiedene und teilweise auch exotische Biersorten zu testen. „Die Vielfalt der Biere, die hier angeboten werden, überzeugt“, meint er. Vom Pizza-Bier ist er allerdings nicht so begeistert. „Es schmeckt doch ein bisschen zu sehr nach Tomatensoße.“

Bierfestival soll wieder regelmäßig stattfinden

Über die Zukunft brauchen sich die Trierer Bierfans keine Sorgen zu machen. Nach coronabedingtem Ausfall soll das traditionelle Bierfestival nun wieder regelmäßig stattfinden. „Wir sind einfach nur froh, dass wir den Trierer Bierfans jetzt wieder die Gelegenheit bieten können, in die Welt des Hopfens einzutauchen“, sagt Monika Tonkaboni.

So wie viele Bierfreunde sicher auch, freut auch sie sich schon jetzt auf das nächste Jahr und besonders auf das große 10-jährige Jubiläum in zwei Jahren, zu dem es sicher wieder viele neue und spannende regionale Hopfen-Kreationen zu entdecken gibt.

Hier geht es zur Bilderstrecke: Bierfestival in Trier-Olewig am Samstag