Bilder, die Menschen Hoffnung geben

Trier/Wittlich · Eine junge Frau flieht von Damaskus in den Irak und dann nach Deutschland. Allein. Ihre Familie lässt sie zurück. Der TV berichtete darüber. Jetzt stellt diese Frau ihre sehr persönlichen Bilder in einer Ausstellung im Robert-Schuman-Haus in Trier aus.

Trier/Wittlich. Als einen Glücksfall bezeichnet Herbert Hoffmann den 12. Mai 2015, als er im Trierischen Volksfreund den Artikel "Welche Farbe hat die Hoffnung?" entdeckt.
Der Titel springt ihm sofort ins Auge, denn er ist gerade dabei, das Programm der sogenannten "Oasentage" unter dem Titel "Hoffnungsbilder - Hoffnungsträger" im Robert-Schuman-Haus in Trier zu planen. Was ihm noch fehlt, ist ein Künstler, der seine Bilder im Rahmen dieser Veranstaltung ausstellen möchte.
Und Nour Mouhanna, die in diesem Artikel ihre Flucht aus Damaskus, in den Irak bis nach Deutschland beschreibt, liebt die Kunst. Im Leben dieser jungen Frau spielt die Malerei eine große Rolle. Ihr Leben, ihr Leid und ihre Hoffnung malt sie sich von der Seele.
Das ist es, was Hoffmann so fasziniert. Er möchte ihre Bilder ausstellen. "Die Bilder dieser Frau erzählen eine Geschichte und wir wollen dieser Frau eine Öffentlichkeit schaffen. Sie ist ein Sympathieträger für alle Flüchtlinge die zu uns kommen." Gesagt, getan.
Vernissage mit Vortrag


Nour, die mittlerweile eine Aufenthaltsgenehmigung hat, ist von Wittlich nach Dortmund gezogen. Sie ist sofort einverstanden. "Ich will mir eine neue Zukunft aufbauen und diese Chance ist ein Geschenk Gottes. Ich könnte nicht glücklicher sein."
Und so werden ihre Bilder ab dem 5. Dezember im Rahmen der sogenannten "Oasentage" im Robert-Schuman-Haus in Trier zu sehen und auch zu kaufen sein. In einem Vortrag wird Nour Mouhanna über ihre Flucht und die Bedeutung ihrer Bilder sprechen.
Zur Ausstellungseröffnung wird sie vielleicht sogar ihr Mann Hassen Beiloneh begleiten, den sie über ein Jahr nicht mehr gesehen hat. Er blieb damals im Irak, für zwei reichte das Geld nicht aus. Sie hofft, dass er in zwei Monaten zu ihr nach Deutschland kommen darf.
Ob sie ihre Mutter, die noch in Syrien lebt, jemals wiedersehen wird, weiß sie nicht. "Ich werde meinen Deutschkurs beenden, dann hoffe ich dass ich Arbeit finde und so viel Geld verdiene, dass ich für sie aufkommen und sie hierher kommen kann." müs