BILDUNG

Auch dieser Leser beschäftigt sich mit der Situation der Grundschule Trier-Tarforst und kritisiert die Info-Veranstaltung und auch die Stadtverwaltung:

Meinung

Kein Bedarf für Ganztagsschule
Die Mehrheit der Tarforster Eltern im betreffenden Schulbezirk ist gegen die Einrichtung einer Ganztagsschule, da die bisherige Betreuung der Kinder bis maximal täglich 15 Uhr für sie völlig ausreichend erschien. Bei der Informationsveranstaltung für die Eltern am 26. September sollte das Ganztagsschulkonzept vorgestellt werden. Stattdessen wurden eher allgemeine Informationen über das grundlegende System einer Ganztagsschule vorgetragen. Auch dieses fand keinen Anklang bei der Mehrheit der Eltern, da diese offenbar ganz grundsätzlich keinen Bedarf im Schulbezirk für eine Schulform sehen, welche klassischerweise mit ihren Sonderförderungskonzepten eher in sozialen Brennpunkten Anwendung findet. Im Verlauf der Veranstaltung stellte sich dann auch heraus, dass die Einrichtung einer Ganztagsschule als die einzige Alternative zum Bustransfer einiger Kinder zur Olewiger Grundschule dargestellt werden sollte. Es ist nicht verwunderlich, wenn daraufhin einige Eltern von Erpressung sprachen. Die Grundschule Tarforst ist bereits jetzt mit ihrem Betreuungsangebot eine - wenn auch offene - Ganztagsschule. Allerdings wird sowohl von der Stadt als auch von der Aufsichtsbehörde aus Kostengründen die Form der verpflichtenden Ganztagsschule favorisiert. Die Kostenfrage kann und darf aber niemals eine Begründung sein. Hier haben lediglich pädagogische Gründe eine Rolle zu spielen. Felix R. John, Trier