Bis sich Balken biegen

TRIER. (as) Fünf Männer, fünf Stimmen und jede Menge Humor – zusammengemischt ergibt das "Cräme fresch". Mit gefühlvollem bis skurrilem A-cappella-Programm, gewürzt mit Vocal Comedy, sorgte das Quintett für Unterhaltung im Bürgerhaus Trier-Nord.

Ganz oben unterm Dach im Balkensaal des Bürgerhauses Trier-Nord ertönt Gelächter, dass sich die Balken biegen. Der Grund für die Attacke auf die Lachmuskeln: "Cräme fresch". Die fünf Männer aus dem Saarland haben die heimatlichen Gefilde verlassen, um im "Ausland" Trier ihr Können unter Beweis zu stellen. Mit Hits wie "Männer" von Herbert Grönemeyer, "Oh scheiße" von den Wise Guys oder "Wonderful tonight" aus der Feder von Eric Clapton schaffen es die Saarländer, ihr Publikum zu begeistern. Das Keyboard vor den Sängern kommt nur selten zum Einsatz. "Das Keyboard brauchen sie immer weniger", erklärt Carola Ehrt, Managerin von "Cräme fresch". Die fünf Männer verlassen sich mittlerweile lieber ganz auf ihre Stimmen. Durch die A-Cappella-Versionen der Ohrwürmer verleihen sie jedem Titel eine ganz eigene Note. Zwischendurch streuen die fünf Musiker auch eigene Stücke in das Programm ein. Als Kopf der Truppe übernimmt Martin Folz (erster Tenor) die Moderation durch das Programm. Gemeinsam mit seinen Sängerkollegen Uwe Sahner (Bariton), Jörg Zell (Bariton), Stefan Schnur (Bass) und Marcel Strauß (zweiter Tenor) berichtet er "Von der ersten Liebe und anderen Sorgen". Entstanden ist die quirlige Männer-Formation im Jahr 2003. Die fünf Sänger kennen sich aus dem Männer-Chor "Ensemble 85", das Martin Folz leitet. Chormusik allein war Folz und seinen Kollegen zu wenig. Aus diesem Wunsch nach etwas Neuem entstand die Idee, zeitgenössische Musik als A-Cappella-Version umzusetzen und dazu noch eine Mischung Vocal Comedy einzustreuen. Mit den Programmen "Wie ein Fisch im Wasser" und "Von der ersten Liebe und anderen Sorgen" treten die fünf Gesangstalente im Saarland und im Umkreis auf. "Es wär' so geil, nur Musik zu machen, endlich mal einen Traum zu leben", singen sie voller Inbrunst. Doch diesen Wunsch konnte sich nur Martin Folz als freiberuflicher Dirigent erfüllen. Der Rest der Gruppe hat die Musik bisher nicht zum Beruf gemacht. Doch der Beifall im Balkensaal beweist, dass die Gesangsleistung der nebenberuflichen Künstler weit über Hobby-Musik hinausgeht.

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