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Bischof Ackermann feiert mit Familien Gottesdienst am Nikolaustag

Glaube : „Setzen wir Hoffnungszeichen“

Der Trierer Bischof hat mit Familien einen Gottesdienst am Nikolaustag gefeiert.

„Ein mutiger, großzügiger Mann, der die Not der Menschen sah und sie lindern half: Gerade in Zeiten wie diesen brauchen wir Vorbilder wie den heiligen Nikolaus“, sagte Bischof Stephan Ackermann als er am zweiten Advent Frauen, Männer und Kinder begrüßte, die zum Familiengottesdienst in den Trierer Dom gekommen waren. Ackermann: „Wir können Feste aktuell nicht so feiern wie gewohnt. Umso wichtiger war es uns, sozusagen in das ‚Wohnzimmer‘ des Bistums, den Trierer Dom, einzuladen und hier gemeinsam den Nikolaustag zu begehen.“

Der Heilige Nikolaus, der im frühen 4. Jahrhundert Bischof von Myra war – heute Demre in der Türkei –, habe ein „waches Herz und offene Ohren für die Nöte und Sorgen seiner Mitmenschen gehabt“. Das veranschaulichte Ackermann den Kindern, Eltern und Großeltern anhand der Geschichte vom „Kornwunder“: Der Legende nach sorgte Gott auf die Fürsprache des Heiligen Nikolaus hin für eine wundersame Vermehrung von Getreide in Myra, als die Menschen unter einer Hungersnot litten. „Auch wir wollen versuchen, das Gute zu teilen und für andere einzustehen“, rief der Bischof auf.

Bischof Stephan Ackermann feierte am zweiten Advent mit Frauen, Männern und Kindern einen Familiengottesdienst im Trierer Dom. Foto: Bistum Trier/Simone Bastreri

Für die Familien, die sich unter Corona-Schutzauflagen im Dom versammelt hatten, gab es nach dem traditionellen Lied „Lasst uns froh und munter sein“ noch einen Überraschungsgast: Den beliebten Heiligen selbst, der von Messdiener Lucas mit einem Gedicht begrüßt wurde. Durch das Corona-Virus sei es vielen nicht möglich, so ungezwungen zusammen zu sein wie in den vergangenen Jahren, sagte Nikolaus. Er habe den Kindern als kleine Entschädigung für die vielen Opfer und Verzichte in diesem Jahr ein kleines Geschenk mitgebracht. In den vergangenen Tagen hätten die Menschen in Trier viel Leid ertragen müssen. Viele hätten an verschiedenen Orten Kerzen aufgestellt und damit die Trauer und Dunkelheit erhellt. „Da, wo wir Lichter in dieser dunklen Welt zu entzünden wagen, da setzen wir Hoffnungszeichen, statt über die Dunkelheit zu klagen. So will es auch Jesus von uns, dazu lädt er uns ein, dann wird es in dieser Welt heller“, gab er den Gottesdienstbesuchern mit auf ihren Weg nach Hause.